Neue Radkästen (1)

Wie ich schon im letzten Beitrag geschrieben habe, ist Julian an der Hinterachse angekommen und wollte sich nun mal mit dem Radkästen beschäftigen. Also habe ich vor ein paar Tagen mal die Hinterräder abmontiert, damit wir uns das genauer anschauen können.

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Das sieht schonmal nicht so toll aus.

Zum Glück hatte ich vor einiger Zeit mal einen Drehmoment-Vervielfältier gekauft, mit dem ich die Radmuttern relativ leicht losbekommen habe, auch der schwere Schlagschrauber vom Pütt hatte hier keine Chance.

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„Stahl-Kaiser“ läßt auf ein deutsches Markenfabrikat schliessen, aber auf Grund des Preises von unter 100 EUR denke ich doch eher an ein Fernost-Produkt. Alternative Artikel von deutschen Markenwerkzeug-Lieferanten kosten aber gleich mehrere hundert EUR, weswegen ich hoffe, dass dieses Teil hier meinen gelegentlichen Einsätzen genügt.

Also aufgesetzt und losgekurbelt 🙂

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Eine halbe Umdrehung pro Radmutter hat gereicht, danach kam der große Schlagschrauber zurecht. Die Räder konnte ich im Regal unterbringen und nun steht der Bus ohne Hinterfüsse da.

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Immerhin kommt man nun schonmal besser an die vorhin gezeigte Stelle dran.

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Hier half nur noch raustrennen und neues Rohr einschweissen. Sieht doch super aus – ist alles Julians Werk.

Ein erster Blick läßt vermuten, dass die Radkästen nicht so dramatisch sind. Aber leider…

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…sieht das hier nicht gut aus.

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Das Profil, was hier eigentlich das GFK-Radhaus und den Holzboden stützt ist nicht mehr vorhanden und durch Blech ersetzt worden, welches sich aber auch schon in seine Bestandteile auflöst.

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Hier sieht man es besser.

Und wenn man sich die drei anderen T-Profile anschaut sieht man gut, dass hier auch der Gammel drin sitzt, man es nur nicht sieht weil Dichtmasse dazwischen klebt.

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Zum Schluss haben wir dann nochmal die GFK-Radhäuser begutachtet und festgestellt, dass sie an allen Ecken und Enden rissig und kaputt sind. Tja, was kommt also als nächstes? Rrrrrichtig, die Radkästen fliegen raus und werden durch neue ersetzt. Das geht wahrscheinlich sogar schneller als die vorhandenen zu flicken.

Fraglich ist, welches Material man am besten dafür nimmt. Der einzige Kontakt zur Karosserie ist über eine Reihe Nieten am Radlauf. Also entweder verzinktes Blech, oder Edelstahl, das wäre meine erste Überlegung… In jedem Fall wollte ich die Verbindung wieder mit Edelstahl-Nieten herstellen. Aber gut, erstmal muss der Kram raus.

Achja, abzusehen war leider auch das hier, der Spachtel kam bereits hoch.

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Aber was solls, das macht nun auch nichts mehr aus. Großzügig raustrennen und neues 1mm Blech wieder einschweissen, das geht am schnellsten und ist am gründlichsten.

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2 Antworten zu Neue Radkästen (1)

  1. Kevin sagt:

    Hey, immer wieder schön hier was zu lesen (verfolge das Ganze jetzt schon nen Weilchen).
    Ich hatte mich nach deinem Hilferuf im Maschboard schonmal gemeldet, aber irgendwas war damals wohl schief gelaufen…

    Naja, weiterhin viel Spaß und frohes Schaffen an und mit deinem Bus, wenn so weiter geht wie bisher wirst du hinterher wohl lange Freude an dem guten Stück haben
    Grüße aus aktuell dem Süden der Republik,
    Kevin

  2. 211HD sagt:

    Das ist jetzt der richtige Ansatz.
    Du hättest dich schwarzgeärgert wenn du dann irgendwann die Radkästen unter der Duschtasse hättest raussezieren müssen :-((
    Mach nur so weiter!

    Frank

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