Weiter mit dem O307 – Druckluftanlage fertig

Wie schon beschrieben, hatte ich in der letzten Zeit wenig Lust auf bloggen. Die Sardinien-Beiträge waren recht arbeitsintensiv, nach sowas brauche ich meist ne Pause. So war es glaube ich auch nach unserem Frankreich Urlaub, während diesem hatte ich fast jeden Tag einen Reisebericht geschrieben.

Aber nun könnte es mal weitergehen, ich habe jedenfalls schon was zu berichten, denn mit dem Bus ist es zwischenzeitlich ein wenig weiter gegangen. So habe ich in der letzten Zeit die Druckluftanlage fertig gebaut.

Der erste und zweite Kreis ist für die Bremsen. Hier habe ich zwischen Vierkreisschutzventil und Kessel sowie zwischen Kessel und Prüfanschlüssen vorne rechts unter der Stoßstange noch neue Tekalan-Rohre installiert. Das war erforderlich, weil die neuen Kessel anders montiert sind. Für den 2. Kreis (Hinterachse) habe ich hier die einzigen 15mm Rohre im ganzen Bus entdeckt, sonst waren 12mm das dickste was ich gefunden hatte. Neues Tekalan-Rohr war hier aber nur auf ca. 2m Länge erforderlich, und da war der Werkstattleiter eines benachbarten Busunternehmens so nett und hat mir was aus dem Lager gegeben. Bei Trost hätte ich wahrscheinlich wieder einen 25m Ring kaufen müssen. So hats garnichts gekostet 🙂

Der dritte Kreis ist nur für die Handbremse, da war ich garnicht dran. Erwähnenswert übrigens, dass dieser gar keinen Vorratskessel hat, ich habe mir sagen lassen, dass das merkwürdig sei. Aber gut, für die Handbremse braucht man eigentlich auch keinen Vorratsdruck.

Der vierte Kreis für die Nebenverbraucher (Türen, Horn, evtl. mal einen gefederten Sitz und eben Luftfederung), und diesen habe ich beihnahe komplett erneuert. Übrig geblieben ist nur das lange 12mm Rohr von vorne nach hinten, welches kurz vor der Hinterachse endet. Hier war früher ein X-Stück, welches die kommende Leitung in drei weitere verzweigt. Das habe ich gegen ein T-Stück getauscht.

Eine Leitung versorgt nun das 3/2 Wege-Ventil für Motorbremse und Notlöseinrichtung, die andere geht weiter nach hinten und endet nun an einer Druckluft-Schnellkupplung in der Heckgarage. Hier kann ich später ein Reifenfüllgerät oder sogar einen Schlagschrauber anschliessen. Ein weiteres Rohr, jedoch nur 8mm, geht von vorne in den unteren Kofferraum und endet dort ebenfalls an einer Schnellkupplung, hier wird später ein Kompressor arbeiten, der im Stand den Druck im vierten Kreis aufrecht erhält.

Dies erfordert natürlich ein einigermassen dichtes System. Ein erstes befüllen der Anlage mit dem Werkstattkompressor ergab aber leider, dass es hier und da noch leicht undichte Stellen gibt, aber das muss nun erstmal so bleiben, darum kümmere ich mich später.

Denn nun bin ich erstmal gespannt, ob ich das ECAS-System zur Steuerung der Luftfederung ans Laufen bekomme! Es geht also weiter mit Elektrik 🙂

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