Ecas-Einbau: Fertig!

Das Ecas-System für die Regulierung des Niveaus durch die Luftfederung habe ich ja schon lange in Arbeit, nun bin ich tatsächlich fertig! Letzter Schritt war die Aufdröselung der von der Firma Vetter eingebauten Bücherbus-Elektrik, damit ich auf einer Klemmleiste Platz für die ganzen ankommenden Leitungen fürs Ecas-System habe.

Tatsächlich brauchte ich 12 Klemmen: 4 für den Magnetventilblock der Hinterachse, 2 für den an der Vorderachse. Und je zwei Klemmen für die Weg-Geber, wovon sich zwei an der Hinterachse und einer an der Vorderachse befinden.

Die Frage, warum nicht auch vorne zwei Geber eingebaut werden müssen, kam regelmäßig auf, die Erklärung dafür ist einfach: Damit der Bus immer ohne Spannungen in der Karosserie auf der Strasse steht, wir die seitliche Neigung ausschliesslich über die Federung der Hinterachse eingestellt. Vorne gibt es zwar auch zwei Luftbälge, die aber miteinander über ein Überströmventil im Ventilblock verbunden sind. Somit kann bei Seitenneigung zum Druckausgleich die Luft vom linken in den rechten Balg oder andersherum strömen.

Hätte der Bus 4 Geber und würde beispielsweise vorne rechts und hinten links durch Unebenheiten im Boden etwas schief stehen, würde die Elektronik trotzdem versuchen, den Federweg auszugleichen. Es würde sich eine enorme Spannung diagonal durch den Bus aufbauen. Das wäre auf Dauer nicht besonders gut, aber schlimmer ist in diesem Fall, dass der gleichmässigen Bodendruck der Räder nicht mehr gewährleistet wäre. Dies könnte beim Bremsen oder Anfahrenauf glattem Untergrund fatale Folgen haben!

Hier mal ein Blick auf die Verkabelung.

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Das ist wilder als es aussieht, dank guter Dokumentation in Form eines Schaltplans komme ich hier prima zurecht. Und die ganzen losen Kabel auf der rechten Seite sind die Vetter-Kabelbäume, die zum größten Teil schon abgeklemmt sind. Den Schaltplan habe ich hochauflösend eingescannt, im Copyshop im A2 Format ausgedruckt und direkt neben dem Sicherungskasten an den Bus geklebt. Das hat mir sehr geholfen.

Unten in der Mitte sitzen das Ecas-Steuergerät, rechts davon, mit den roten Kabelschuhen, sieht man die Anschlüsse der Geber und Magnetventile.

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Die Kabelbäume muss ich noch zusammen strapsen, aber das mach ich wenn alles fertig ist.

Das Bedienteil baumelt derzeit noch lose herum, es wird später auf dem Kasten innen neben dem Fahrerfenster montiert. Mit dem Bedienteil kann ich den Bus aber nun schon anheben und senken, und das vorne wie hinten getrennt. Das macht direkt Lust auf mehr 🙂

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Morgen wird kalibriert, ich hoffe dass das reibungslos geht. Der nächste Schritt wird dann das endgültige Entfernen der Vetter-Verkabelung sein, doch dazu mehr wenn das ECAS läuft.

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