JC: neues Heki im Bad

Im James Cook ein neues Dachfenster im Bad einzubauen ist echt nicht einfach, weil man vieles bedenken muss. Vor allem wenn man ein Mini-Heki verwenden möchte. Der von Westfalia vorgesehene Dachausschnitt ist 460x440mm groß, ein Mini-Heki ist für einen Ausschnitt von 400x400mm gedacht.

Ein Grund, auch meine gestrige Einbauaktion ausführlich zu bebildern.

Den Ausbau der alten Luke, die wohl mal mit lackiert wurde und daher total lichtundurchlässig und sowieso total versifft war, muss ich hier denke ich nicht beschreiben. Schrauben raus, Kleber entfernen und mit Bremsenreiniger alles bestmöglich sauber machen.

Wie gesagt, der Dachauschnitt ist 460x440mm, was etwas für den neu zu erstellenden Holzrahmen erstmal etwas Frickelei bedeutet. Ich habe mir eine Skizze gemacht, und von 400×400 ausgehend immer weiter aufgedoppelt, bis ich die genauen Maße für 7 einzelne Leisten hatte. Als Leisten habe ich ganz normale Dachlatten genommen, die ein Maß von 21,5 x 45mm hatten. Also auf die Säge damit.

Der äußere Rahmen musste an der breiten Seite auf 41mm verkürzt werden, da die Leisten sonst nicht ins Dach gepasst hätten. Der originale Rahmen hatte 39-40mm, aber damit musste man das Dach schon sehr einklemmen.

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Ich habe zunächst immer zwei Leisten verleimt und verschraubt, damit ich die so entstehenden Winkel separat ins Dach schieben kann.

Die anderen Leisten sollten oben bündig mit der Aussenfläche des Dachs abschliessen, die 4mm Überstand waren genau richtig dafür.

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Warum, zeigt sich gleich.

Nun die erste „Anprobe“, es passt. Im Dach habe ich dann durch verschieben den Rahmen komplett verleimt und noch zur Fixierung verschraubt.

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Die Leisten, die daneben liegen, sind zur Aufdoppelung des Rahmens, damit sich der Ausschnitt auf die gewünschten 400x400mm verkleinert.

Hier sind die Leisten montiert und das Heki ist zur Probe eingesetzt.

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Von innen deckt der Innenrahmen des Hekis das Holz komplett ab, das sieht man gleich. Von aussen sind nun die Leisten bündig mit dem Dach.

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Hier muss nun eine Adapterplatte her, die ich aus einer GFK-Platte angefertigt habe, die ich vor einigen Monaten schon bei einem Freund aus meinem Wohnbus-Forum abgestaubt habe.

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Hier die fertige Platte. Den Aussenrand habe ich auf der Tischkreissäge zugeschnitten, den Ausschnitt innen mit der Flex und der Millimeter-Scheibe. Mit der Flex ging das deutlich besser, erfordert aber eine ruhige Hand.

Das Heki ist im Dach ganz nach links und hinten verschoben, deswegen der unsymmetrische Ausschnitt.

Mit der Platte hat das super geklappt, danke nochmal, Klausi 🙂

So, nun konnte alles montiert und verklebt werden. Die GFK-Platte habe ich mit Weicon 310M Polymerkleber, den ich noch von der Hochdachverklebung übrig hatte, direkt aufs Dach geklebt. Vorher habe ich das Dach aber mit Kreppband abgeklebt, weil beim Auflegen der Adapterplatte der Kleber an der Seite raus quillt. Dort kann man das dann schon abziehen und erhält eine saubere Kante.

Das Heki selbst habe ich wie immer mit Dekalin eingesetzt, damit man es nochmal wieder lösen kann, wenn man will.

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Hier ist das Dach und die Adapterplatte montiert. Die Haube des Hekis im Bad hat keine Dichtung, dort kann die Feuchtigkeit vom Duschen oder von aufgehängter Wäsche entweichen. Das vordere über dem Kopfende des Bettes ist mit Dichtung. Der Unterschied ist deutlich hörbar.

Und so siehts von innen aus. Der Rahmen deckt das vorher noch sichtbare Holz voll ab, und passt so gerade eben neben die Lampe.

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Fertig, wieder ein großes Häkchen auf der ToDo-Liste 🙂

Achja, die ganze Montage vom Abbauen der alten Luke bis zum fertigen Heki hat mit Tüfteln und 2-3 Kaffeepausen gute 8 Stunden gedauert.

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