Ecas-Einbau: Neue Geber

Wie ihr merkt, splitte ich das geschehene mal ein wenig, sonst werden die Blogbeiträge viel zu lang. Das hat man davon, wenn man so lange nichts schreibt…

Also, weiter gehts mit den Gebern!

Die Geber nehmen den Abstand zwischen Achse und Rahmen ab. Ist der Abstand zu gering, liegt der Bus zu tief und muss mehr Luft in den Bälgen höher gepumpt werden. Umgekehrt, ist der Abstand zu hoch, muss Luft aus den Bälgen gelassen werden, bis es passt.

Bisher haben das pneumatische Geber mit einer Regelstange erledigt.

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In der Mitte sieht man den Weg-Geber über der Vorderachse, davon werden drei Stück anstelle der alten Niveau-Ventile eingebaut. Zwei davon kommen nach hinten, einer nach vorne. Somit ist gewährleistet, dass sich die Karosserie nicht verspannt. Die Seiten-Neigung des Busses wird über verschiedene Höhen an der Hinterachse links oder rechts eingestellt, vorne gehts nur auf und ab. Wobei vorne die Luft vom linken zum rechten Balg wandern kann.

Bei Setra und Magirus Bussen ist das umgekehrt, da gibts vorne zwei Regler und hinten nur einen. Das hat aber leider zur Folge, dass wenn man zB. einen Setra vorne in der Mitte hoch hebt, dieser hinten schnell seitlich abkippen kann. Warum auch immer man das so gemacht hat, eine vermutung war, dass es an der Einzelradaufhängung an der Vorderachse liegen könnte.

Der Geber passt übrigens hinten wie vorne perfekt an dieselbe Stelle wo jeweils das alte Ventil verbaut war, Das war schonmal eine große Erleichterung. Denn auch wenn der Bus von unten übersichtlich ist, ist die Montage, vor allem an der Hinterachse, alles andere als angenehm. In der Regel habe ich abends die Arme bis zu den Schultern vollgeschmiert…

Aber weiter:

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So einer Stange, wie sie am Zollstück liegt, verbindet also über Kugelköpfe die Vorderachse mit der Regelstange des Weg-Gebers. Die Regelstange ist unten im Bild.

Vielleicht kann man erahnen, dass der Kugelkopf an der Regelstange zu klein ist, der hat nur 10mm, die Kugeln am Bus haben 13mm.

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Bei Mercedes gibts aber die 13mm Kugelköpfe für 2 EUR das Stück zu kaufen. Das Problem bei Mercedes ist aber immer dasselbe, man kann nicht einfach hingehen und sagen: „Ich hätte gerne drei Kugelköpfe“ – „Sagen sie mal ne Fahrgestellnummer“ kommt da als Antwort. Anders gehts da leider nicht.

Die Regelstangen auf dem Bild sind vom LK und kosten 8 EUR, selber machen lohnt da also kaum, auch wenn man die kleinen Kugelköpfe nicht braucht.. Die Kugelköpfe gabs in der passenden Größe tatsächlich am O307, haben wir also mit meiner eigenen Fahrgestellnummer gefunden.

Tja, am besten findet man ein Auto, welches das gewünschte Ersatzteil montiert hat, dann klappts auch mit dem Ersatzteilkauf. 🙂

Also, die Geber sind montiert, und die Regelstangen ebenfalls. Vielleicht kennt der ein oder andere von Euch das Phänomen aus dem Linienbus: Wenn der an der Ampel steht und wartet, kann der vorne schonmal „rumhopsen“ und mehrmals rauf und runter fahren. Speziell vorne habe ich die Regelstange deswegen mit ein paar Bohrungen mehr ausgestattet. So kann man den Hebelweg ein wenig varriieren, wenn der Geber zu empfindlich reagiert.

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Wenn ich den Bus das erste mal hochfahre, muss ich allerdings aufpassen dass die Stange nicht oben anschlägt.

Blick von unten nach oben. Rechts der Lenkungsdämpfer, in der Mitte das neu angestrichene Gestänge zur Vorderachse. Auch wenns auf dem Foto anders aussieht, die Stange ist vertikal gerade. Und wenn der Bus sein Fahrniveau hat, müsste sie auch exakt im Lot stehen.

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Das wars von dieser Baustelle, hier fehlen nur noch die elektrischen Anschlüsse für die Geber. Da drücke ich mich ein wenig vor, denn für die hinteren muss ich ein Kabel durch den ganzen Bus legen und dafür durch die Kofferräume kriechen.

Da freue ich mich ja schon sehr drauf …

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