Was bitteschön heisst „Mit sich selbst abtupfbar“?

Wer schonmal eine Kartusche Dekalin oder eine andere butylbasierende Dichtmasse in der Hand hatte, frag sich sicherlich, was die Formulierung „mit sich selbst abtupfbar“ heissen soll. Ich habe das zumindest, obwohl diese Formulierung eigentlich gar keine Zweifel zuläßt, um was es geht.

Ich habe mal eine Mini-Fotodokumentation gemacht:

Zunächst sollte man sich unbedingt Handschuhe anziehen. Man bekommt das Zeug zwar von den Fingern runter, aber nur mühselig, mit viel Zupferei.

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Das sieht schon hoffnungslos aus, ist es aber nicht. Das Geheimnis der Dichtmasse ist, dass sie an sich selbst viel besser klebt als an allen anderen Materialien. Und so kann man sie beinahe überall abtupfen, in dem man einen Rest der Masse zwischen die Finger nimmt und zu einem Klumpen formt.

Hier die Experimentierstelle, die Dichtmasse quillt an der Seite heraus:

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Man nehme dann den besagten Klumpen in die Hand und drücke ihn einfach auf die herausquellende Masse.

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Das überschüssige Dichtmittel bleibt nun an dem Klumpen kleben und zieht sich von Blech und Luke weg.

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Und hier das Ergebnis nach ein wenig tupferei:

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Relativ sauber, dadrauf habe ich nun die Naht mit dem Weicon aufgebracht.

Viel Spass beim nachmachen – Dekalin kann ich als dauerelastisches Dichtmittel echt empfehlen.

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