Was bitteschön heisst „Mit sich selbst abtupfbar“?

Wer schonmal eine Kartusche Dekalin oder eine andere butylbasierende Dichtmasse in der Hand hatte, frag sich sicherlich, was die Formulierung „mit sich selbst abtupfbar“ heissen soll. Ich habe das zumindest, obwohl diese Formulierung eigentlich gar keine Zweifel zuläßt, um was es geht.

Ich habe mal eine Mini-Fotodokumentation gemacht:

Zunächst sollte man sich unbedingt Handschuhe anziehen. Man bekommt das Zeug zwar von den Fingern runter, aber nur mühselig, mit viel Zupferei.

DSC00341.JPG

Das sieht schon hoffnungslos aus, ist es aber nicht. Das Geheimnis der Dichtmasse ist, dass sie an sich selbst viel besser klebt als an allen anderen Materialien. Und so kann man sie beinahe überall abtupfen, in dem man einen Rest der Masse zwischen die Finger nimmt und zu einem Klumpen formt.

Hier die Experimentierstelle, die Dichtmasse quillt an der Seite heraus:

DSC00345.JPG

Man nehme dann den besagten Klumpen in die Hand und drücke ihn einfach auf die herausquellende Masse.

DSC00346.JPG

Das überschüssige Dichtmittel bleibt nun an dem Klumpen kleben und zieht sich von Blech und Luke weg.

DSC00347.JPG

Und hier das Ergebnis nach ein wenig tupferei:

DSC00348.JPG

Relativ sauber, dadrauf habe ich nun die Naht mit dem Weicon aufgebracht.

Viel Spass beim nachmachen – Dekalin kann ich als dauerelastisches Dichtmittel echt empfehlen.

Dieser Beitrag wurde unter Dachfenster Umbau veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

5 Antworten zu Was bitteschön heisst „Mit sich selbst abtupfbar“?

  1. Gerd sagt:

    Ich habe das TEROSON benutzt – es funktionierte auch ohne Handschuhe!

  2. Uwe sagt:

    Warum noch Weicon darüber ? Das ist Kleber und nicht unbedingt Dichtungsmittel, weil dieses Dekalin nie austrocknet und für immer und ewig sich ablösen lässt. Für Fenster usw. genial und sauber.

  3. Martin sagt:

    Das Heki ist ein wenig auf Spannung und auf Grund der Wölbung bin ich mir nicht zu 100% sicher ob das so dicht ist. So hält es auf jeden Fall, und die Fuge kann ich mit dem Teppichmesser wieder aufschneiden.

    Bei den Fenstern werde ich es allerdings erstmal ganz ohne Dichtmasse versuchen, da ist doch ein Dichtgummi dran. Oder hält das nicht?

  4. Uwe sagt:

    Ich befürchte, dass das Weicon härter sein wird, als das Dekalin und wenn sich das Dekalin bei Wärme mehr ausdehnen könnte als das Weicon……na ja, das Resultat kannst Du dir ausmalen. Bei den Fenstern wird die originale Dichtung nicht dick genug sein, um die Wölbung des Busses abzudecken ( bei mir war das ein Problem ). Hier würde ich auf jeden Fall Schassikleber nutzen, weil dieses Zeug etwas fester als Weicon ist, also „Gummihafter“. Ich habe meine Fenster allerdings alle mit Weicon gekelbt und von Außen eine schöne dezente Wurst mit Schassikleber gezogen. Der Kleber kommt mit dem Weicon nicht in Verbindung. Ich will jeztzt nicht behaupten, dass sich Dekalin und Wiecon nicht vertragen, ist nur ein logischer Gedankengang.

  5. alex sagt:

    Dekalin (auch 20 Jahre altes) lässt sich auch wunderbar mit Waschbenzin/Reinigungsbenzin wegputzen ohne großartig den Lack anzugreifen.

    Gruß, alex.

Kommentare sind geschlossen.