Dachbleche lackieren und Markisenhalterungen

Was habe ich mir dabei nur wieder gedacht?

Mal eben die Dachbleche lackieren, heute solls ja warm werden. Also wollten wir die Markisen-Halter ausmessen, bohren und mit einem M8 Gewinde versehen, und zwischendurch immer je eine Seite der Bleche grundieren und schliesslich lackieren.

Natürlich hat das nicht geklappt,

alleine fürs reinigen und schleifen der Bleche sind zwei Stunden drauf gegangen.

Dann noch zweimal Farbe neu anmischen, weil ich mich gnadenlos verschätzt habe. Ich verwende nun übrigens Brantho Korrux Nitrofest mit ca. 20-25% Nitro-Verdünnung, welches sich nach Aussage von Herrn Schucht vom Korrosionsschutz-Depot ausgezeichnet als Füller eignet.

Zuerst hatte ich eine schöne Orangenhaut, das hat aber an zu wenig Verdünnung und zuviel Farbe gelegen. Hinterher wurde es wirklich schön, und die hässlichen Übungsstellen sind hinterher unten, ist also egal.

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Leider zu wenig Licht für ein gescheites Foto, aber ist ganz ok geworden finde ich. Neue Farbe, neue Pistole, neue Umgebung, da muss ich als Lack-Laie mich auch erstmal dran gewöhnen.

Gegen 17 Uhr haben wir dann erst mit den Markisen-Halterungen beginnen können. Michael ist heute seit langem mal wieder da gewesen und hat mir netterweise die Stelle bearbeitet, an der die Markise hängen wird.

Bearbeitet heisst in diesem Fall: Schleifpaste – auspolieren – Politur – auspolieren – waschen – Versiegelung – auspolieren. Alles übrigens von 3M, gutes Zeug! Dafür hat er den ganzen Nachmittag gebraucht, danke nochmal dafür!

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Über der Seitentür ist die engste Stelle, dort müssen die Halterungen genau passen, 10mm Spiel haben wir nur.

Und was ist das für ein scheiss Gefühl, Löcher ins Auto zu bohren! Aber das wird bei den Fenstern noch schlimmer werden…

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Am Ende des Tages: Vorgebohrte Halterungen. Leider habe ich nur einen 6,5er Bohrer gehabt, das ist für ein M8 Gewinde ein wenig zu klein, das hat sich dann in zwei abgebrochenen Gewindeschneidern gerächt. Morgen früh ziehe ich erstmal los und kaufe passendes Werkzeug, denn Gewindebohrer befinden sich leider keine in meinem Bestand.

Was für welche ich kaufen soll weiss ich aber leider noch nicht. Mal sehen…

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5 Antworten zu Dachbleche lackieren und Markisenhalterungen

  1. Andreas sagt:

    Hallo Herr Schepers,

    eigentlich wäre der 6,5 er Bohrer der richtige für ein Gewinde M8. Die Gewindebohrer sind wohl abgebrochen, weil sie im VA Blech Gewinde bohren, dass wesentlich härter ist als normales Flacheisen.

    Gruß, aus der „Heimat“,

    A.Reichert

  2. Martin sagt:

    Hallo Herr Reichert,
    was ich an Tabellen gefunden habe, ist für ein M8er Gewinde ein 6,8er Nohrer der richtige. Damit hats dann heute auch geklappt, wenn auch schwer. Aber gebrochen ist kein Gewindebohrer mehr.

  3. ManicPirate sagt:

    Moin 🙂
    Sorry, aber da bin ich regelrecht zusammengezuckt.
    Eigentlich ist auf (fast) jedem Mess-Schieber (Schieblehre von mir aus auch) eine Tabelle hintendrauf wo man die Zuordnung Kernloch-Bohrer und Gewindegröße findet.
    M8 = 6,8mm
    GAAAAAAAANZ WICHTIG:
    _______________________

    IMMER mit Öl arbeiten beim Gewindeschneiden, zur Not geht sogar Sonnenblumenöl, Motoröl oder von mir aus Pommesfett. NIEMALS trocken !

    Öl hilft übrigens auch beim Bohren…und beim VA-Bohren : wenig Drehzahl, genug Vorschub (Druck auf´m Bohrer) damit der Bohrer schneidet und nicht reibt und viel Öl, dann quietscht es nicht so und der Bohrer bleibt länger scharf 🙂
    Entfetten kann man hinterher ganz gut mit Bremsenreinigerspray 😛
    Ach ja…setz die Schrauben mit Kupferpaste und ´nem Federring ein, die Gewinde fressen sich gern fest.
    ____________________________

    *schweiss vonne Stirn wischt und an seine Azubis denkt*

    Gruß aus´m Norden

    Peter

    @Herr Reichert : VA ist nicht hart sondern zäh, die Festigkeit bei V2A liegt deutlich unterhalb einer 8.8-Schraube ….aber das führt jetzt glaube ich zu weit.

    😀

  4. Martin sagt:

    Hallo Peter,
    in der Tat, ich hätte den Meßschieber mal umdrehen sollen, da stehts drauf. Aber wir hatten das richtige Maß ja, wir haben uns nur mit 6,5 beholfen weil nix anderes da war.
    Wir haben kein Öl sondern Emulsion genommen, das nehm ich zum sägen, bohren und auch zum Gewindeschneiden, geht sehr schön.
    Für die Schrauben habe ich Weicon Anti Seize, in diesem Fall war aber genug Fett vom Mike Sanders an den Gewinden.

    Dass die Schrauben nicht unbedingt knallhart sind habe ich gemerkt, die Innensechskant-Anschlüsse der Senkkopfschrauben, die wir verwendet haben, waren schneller verhuddelt als ich gucken konnte. 🙁

  5. ManicPirate sagt:

    Hej Martin 🙂
    Emulsion ist ja ix anderes als Schneidöl mit Wasser. Ich wusste ja nicht dass ihr sowas habt, der Tipp mit dem Pflanzenöl etc ist für Situationen wenn man nichts zur Verfügung hat.
    Ich schneide Gewinde in VA allerdings nur mit reinem Öl, bewährt hat sich WISURA Akafil. Das Anti-Seize für die Schrauben ist klasse, die Geschichte mit dem Fett aber auch 😀
    Kennst du die Festigkeitsbezeichnungen der Schrauben? Wenn man dir welche verkauft hat die nicht mindestens der Klasse 8.8 entsprechen …dann pass auf dass dir die Markise nicht abreisst!!! Der Wind hat wegen Fläche und Hebel-Länge da manchmal erstaunliche Wirkungen 😉
    Auch VA-Schrauben gibt es in mehreren Festigkeitsklassen,wenn du willst such ich dir mal ein paar Tabellen raus und schick sie dir per mail.
    By the way….kennst du jemanden der zwei bis drei 24V-Vielstoff-Heizungen (Luft-Luft-Wärmetauscher) aus LKW´s gebrauchen kann? Sind deutlich älter als 10 Jahre, also nicht mehr TüV-fähig, haben aber eine VA-Brennkammer. Ich beheize mit einer davon seit vier Jahren meine 80qm-Werkstatt. Die Dinger haben so ca 12 kW.

    Gruß aus dem Norden

    Peter

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