Dachbleche fertig lackiert

Die Bleche sind fertig, hach, und wieder eine Teilbaustelle abgeschlossen.

War eigentlich halb so wild, wenn ich die Lackierpistole nicht falsch eingestellt hätte.

Zunächst mal meine Lackier-Ausstattung:

Verwendet habe ich die Lackierpistole vom Korrosionsschutz-Depot. Lackiert habe ich mit Dupont PUR-Lack, 5:1 Härter und passender Verdünnung. Die Pistole und der Lack wollen mit um die 3 Bar arbeiten, das kann ich an dem Druckminderer an dem Kompressor. den man mir hier in der Halle zur Verfügung gestellt hat, einstellen.

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Freundlicherweise ist auch gleich ein Wasserabscheider mit dran.

Ebenfalls vom Korrosionsschutz-Depot habe ich 500ml-Becher mit Farbmischskala, eine sehr große Arbeitserleichterung. Was ich nicht benutzt habe war ein Gerät, mit dem man die Fliessfähigkeit des fertig angemischten Lackes prüfen kann. Ich habe einfach nach Vorschrift verdünnt und 5% drauf gegeben, damit der Lack besser verläuft – ich lackiere ja liegende Bleche, das ist eh kein Hexenwerk.

Als erstes habe ich mein „Arbeitsgestell“ aufgebaut, zwei Böcke und zwei 6m lange Vierkantrohre, die noch verbaut werden wollen. Etwas Farbe schadet denen auch nicht 🙂

Dann habe ich den Schlauch genommen und alles großzügig eingesprüht. Nicht mit dem Spitz-Strahl sondern einfach breit gefächert. Vorweg gleich der Haken dadran: Der nasse Boden nimmt den Farbnebel auf und hinterläßt einige Rückstände.

Dann habe ich die Bleche geholt, normal ordentlich mit Silikonentferner abgewaschen, und schon gings los. Zuerst eine „Klebeschicht“, der Lack wird mässig deckend aufgebracht, 1,5-2 Lackiervorgänge sind auch von Dupont im Verarbeitungshinweis vorgegeben.

10-15min später dann die Deckschicht, bei der ersten Schicht hat sich aber schon herausgestellt, dass was mit der Pistole nicht stimmt, der Auftrag ist nicht gleichmäßig.

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Egal, nach drei Lackiervorgängen im Kreuzgang (einmal Quer, einmal Längs und noch einmal Quer) war der Lackauftrag deckend, aber wahrscheinlich sehr unterschiedlich dick.

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Was man hier schön sehen kann: am Rand ist die Spiegelung gut, weiter innen fehlt Lack, bzw. er verläuft nicht gescheit.

Blöderweise habe ich dann erst nachdem ich fertig gewesen bin rumprobiert, warum aus der Pistole zwei Stahle rausgekommen sind. Kann man auf dieser Pappe gut sehen:

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Hier habe ich mal mit Verdünnung „lackiert“. Man sieht deutlich die beiden Streifen, in der Mitte fehlt einfach der Auftrag.

Die Lösung ist einfach:
Mit der Regulierungsschraube vorne an der Pistole kann man zwischen Rundstrahl und Breitstrahl umstellen. Ich habe die Schraube einfach zu weit rausgedreht, es reicht eine halbe Umdrehung und der Strahl ist breit (oder hoch, je nachdem wie man die Düse gestellt hat). Wenn man zu weit herausdreht, wie ich das hier gemacht habe, entsteht eine „Lücke“ in der Mitte.

Sowas blödes, naja geklappt hats aber trotzdem, man sieht kaum was, ich habe nur etwas mehr Lack verbraucht als ich dachte. Ziemlich genau einen halben Liter Lack, dazu 5:1 Härter und 15-20% Verdünnung.

Und ausserdem habe ich die Bleche ja lackiert, um zu üben. Streng genommen hätte ich auch die Rolle nehmen können, da oben schaut sowieso niemand drauf. Aber so bin ich wieder einmal um ein wenig Erfahrungen reicher 🙂

Mit dem Rest Farbe hat Anne dann ein paar Stellen unterhalb der neu montierten Markise ausgebessert (irgendwozu muss es ja gut sein dass Frau sich hin und wieder die Fingernägel lackiert *hust*).

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So sah das vorher aus, die Grundierung ist noch drauf. Muss mal ein Ast gewesen sein.

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Mehr Kunst als Handwerk…

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Und fertig. Wenn der Lack trocken ist, dunkelt er hoffentlich noch ein wenig nach und man sieht noch weniger als jetzt schon.

Das war es dann auch schon für heute, den Rest des Tages habe ich unter dem Bus gelegen und gegrübelt, warum das Bremslicht nicht geht.

Jetzt weiss ich es, es liegt garkein Defekt vor, dazu aber mehr im nächsten Beitrag, irgendwann die Tage.

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