Neuer Rhythmus

Seit zwei Wochen fahre ich nun beinahe jeden Tag im Linien- oder Reisebus behinderte Menschen zu Ihrer Werkstatt und hole sie auch nachmittags wieder ab. Dazu muss ich um 5 Uhr aufstehen, und dann je nach Tour zwischen 6 und halb 7 am Betriebshof sein.

Wenn ich morgens keine solche Fahrt habe, sieht das ganz anders aus, dann kann ich meinen Tag nach freien Stücken zusammenstellen und der halbe Vormittag wird so schonmal vergammelt. Wenn man selbstständig ist hat das auch seine Tücken und Fallen.

Dadurch werde ich derzeit in einen gewissen Tagesrhythmus gepresst, und seit dem komme ich tatsächlich auch regelmäßig zur Halle um dort an unserem Wohnbus zu arbeiten. Teilweise stehe ich da schon morgens um halb 9 und gehe ans Werk, bin dann nachmittags nochmal Busfahren oder wieder zu Hause und setze mich dann an den Rechner und mache Bürokram und meine Internet-Arbeit bis abends.

Irgendwie fühle ich mich deutlich gefordert, denn diese Umstellung ist nicht ohne. Aber irgendwie fühlt es sich richtig an, endlich geht mal was, und oberste Priorität ist seit einiger Zeit unser Wohnbusprojekt, denn ich merke immer deutlicher, wie sich alles wie Kaugummi in die Länge zieht.

Gut also, dass ich es nun anpacke! Der innere Schweinehund ist gewaltig präsent bei einem Projekt, welches fürs erste kein sichtbares Ende zeigt. Kommen dann noch Rückschläge dazu, oder merkt man dass es auch mit viel Zeiteinsatz nicht so schnell voran geht wie man sich vorgestellt hat, ist das schnell demotivierend.

Deswegen will ich diesen Ablauf, wenn es sich irgendwie realisieren läßt, auch beibehalten, wenn morgens diese Fahrten nicht mehr anstehen sollten.

Ein großes Ziel!

Was leider ein wenig auf der Strecke bleibt sind meine Nerven. Wohl aus Selbstschutz hat sich eine gewisse „Lasst mich doch alle in Ruhe“-Einstellung entwickelt, und so weit es geht verkrieche ich mich in mein Schneckenhaus und gehe meinem neuen Tagesablauf nach. Die Hallentreffen (das zweite war gerade, muss ich noch verbloggen) sind eine willkommene Abwechslung, hier ist allerdings auch die Treffens-Zeit fest eingeplant und kommt mir nicht in die Quere.

Entschuldigen möchte ich mich allerdings auf diesem Wege mal bei all denjenigen, die mich in einem unpassenden Moment ansprechen und eine etwas schroffe Antwort bekommen – ich mein das gar nicht so 🙂

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1 Antwort zu Neuer Rhythmus

  1. sebastian sagt:

    Oh, dieses Gefühl kenne ich nur zu gut. Ganz schlimm wars letztes Jahr, als ich zwei LKWs dastehen hatte. Da ging dann gar nix mehr, bis ich einen wieder verkauft hatte…

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