Anhängerkupplung am O307

Nachdem wir das Projekt Heckgarage fürs Auto gekippt haben, mach ich mir zwischendurch mal Gedanken über eine Anhängerkupplung. Von Bücherbus-Kollegen weiss ich, dass sie über Ähnliches nachdenken, das ist aber aufgrund der nachträglichen Verlängerung des Fahrgestells kein leichtes Unterfangen.

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Hier kann man schön sehen, wie die Verlängerung der Karosserie angebracht ist. Sie hält lediglich an der Quertraverse und zwei geschweissten Dreiecken aus Vierkantrohr. Das reicht für die Karosse, aber ob da eine Anhängerkupplung wirklich stabil angebracht werden kann?

Ich hatte an den ersten oder zweiten Universal-Anhängebock hier gedacht, mit einer stabilen Halterung unten an die Dreiecke montieren. Theoretisch wäre es auch überhaupt kein Problem, weiter aussen noch zwei solcher Dreiecke dazu zu montieren. Auch innen ist genug Platz, nur müssten die Dreiecke dort mit der Quertraverse verschraubbar sein.

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Am Ende sollte es dann so wie hier bei Sven aussehen, wir hätten dann gleich noch eine Stoßstange dazu gewonnen.

Busschrauberkollege Björn hat Bedenken geäußert was die Seitenstabilität angeht. Einmal das Gespann in der Kurve hart bremsen, schon könnte es einem diese Dreiecke seitlich verbiegen. Das wäre garnicht lustig!

Björn meinte dann auf einmal auch, dass es den O307 ab Werk mit Anhängerkupplung gab, und hatte auch gleich zwei Bilder parat:

MB O307 DB20-256 1982 Neustadt-Weinstr.jpg

Achje!

MB O307 DB 21-733 1983.jpg

Also, nee… Das sieht ja furchtbar aus. Abgesehen davon ist diese Vorrichtung für Maulkupplungen gedacht. Nichts für Kugelköpfe.

Naja, ich glaube ich werde meine Überlegungen was das angeht erstmal wieder begraben und mir irgendwann später dazu Gedanken machen. Schliesslich kann man sowas auch noch einbauen wenn der Bus schon fertig ist und man dann irgendwann wirklich Bedarf nach sowas hat.

Aber praktisch wäre es schon…

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9 Antworten zu Anhängerkupplung am O307

  1. Gerd sagt:

    da würd ich bei der nächsten TÜV-Prüfung den 🙂 mal nach seiner Meinung fragen!

  2. Martin sagt:

    Der weiss schon Bescheid und schaut sich das demnächst mal an…

  3. Oliver sagt:

    Hi Martin,

    beim Setra S150 ist das sehr entspannt! Es wird einfach eine andere Traverse zwischen den Längsträgern, die bei jedem Modell bis zur Rückwand geführt sind, eingesetzt. Fertig! 😉

    Aber wenn keine Träger da sind…

    Grüße
    Oliver

  4. Sputnik sagt:

    der O307 war im Original um die Dreieckskonstruktion kürzer … die durch Vetter verlängerte Variante gab es wohl nie mit AHK … und die Zugmaulkupplung war auch deutlich höher als unsereins heute gebrauchen kann … In die Dreieckskonstruktion AHK-Bock montieren = No way … auch wenn es „nur“ das Heck des Busses verdrehen würde … das Risiko dass das 330XD Coupe über Kopf geht wäre mir zu groß 🙁

  5. Brummbaer66 sagt:

    Auf Mobile gibts einen O405N mit Kugelkopf – ID 39563678
    Allerdings steht der in 49767 Twist, vermutlich ein wenig weit um sich das mal anzuschauen, wie das dort gelöst ist.
    Vermutlich gibts keine Lösung mit handelsüblichen Teilen und Du wirst Dir etwas schnitzen müssen. Die Quertraverse ist ja stabil genug, um als Halterung für die Öse der Abschleppstange zu dienen. Denke, Du wirst da mit einer an der Traverse verschraubten Stahlplatte senkrecht nach unten und dann L-förmig nach hinten weg müssen, so wie man das teilweise bei LKW mit nachgerüstetem Kugelkopf sieht – oder zuerst nach hinten und dann nach unten, um eine AHK anbauen zu können.

  6. Björn sagt:

    Die schweizer Varianten vom O405 hatten gern mal Anhängerkupplung.
    Bei Kässbohrer verlaufen links und rechts vom Motor Längsträger, die dann unten in der Quertraverse enden. Die sind als Reisebusse ohnehin schon für die Aufnahme einer AHK vorbereitet.
    Ansonsten sehe ich mit dem Universalanhängebock von Westfalia ziemlich schwarz. Der TÜV müßte da eigentlich Berechnungen verlangen oder selber durchführen.

  7. Jan-Cor sagt:

    Gab es bei den normale (kurze) version O307 eine Kugelkopf?
    Ich brauche auch einen und habe mir auch schön gedanken gemacht auf welche weise so etwas stabil gebaut worden kann. Bis jetzt hab ich noch keine Lösung gefunden. Wenn einer von euch eine Lösung hat oder gemacht hat, dann bitte ich um Bilder: jcottjes@hotmail.com

    Da wurde ich mich freuen, Danke, Jan-Cor

  8. Björn sagt:

    Was Du an die Montageplatte anbaust, ist ja Dir überlassen. Die vermutlich hier verwendeten leichten Maulkupplungen gibt es mit demselben Lochbild wie Kugelkopf-Anschraubplatten. Bei Westfalia und im Nutzfahrzeug-Zubehörhandel wie Winkler oder Europart gibt es Unmengen an verschiedenen Typen, für alle wirst Du aber wohl einen Anhänger brauchen mit stark gekröpfter Deichsel oder Zuggabel, denn die Anhängevorrichtung sitzt ja schon sehr hoch.
    Ansonsten sehe ich nicht direkt schwarz, aber es ist keine Leichtigkeit, bei einem solchen Bus nachträglich eine Hängerkupplung anzubauen, da der ganze Heckbereich ab der Hinterachse meines Erachtens nicht die erforderliche Festigkeit aufweist, vor allem nicht in Querrichtung. Wie die O307-Kupplung in den Post- und Bahnbussen montiert ist, entzieht sich meiner Kenntnis. Ohne Verstärkungen jedoch sicher nicht.

  9. Martin sagt:

    Mir schwebt da mittlerweile eine Lösung vor, ich werde meinen Tüv-Mann mal fragen was er davon hält wenn er das nächste Mal da ist. Ich berichte dann.

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