Meilensteine

Auf dieser Seite haben wir alle bisherigen Bauabschnitte und die dazugehörigen wichtigsten Blogbeiträge zusammengetragen. Diese Übersicht ist zum einen für diejenigen von euch gedacht, die hier neu mitlesen und einen schnellen Überblick über unsere Arbeit bekommen möchten. Aber auch Leser, die seit Beginn das Projekt dabei sind und sich den ein oder anderen Projektabschnitt nochmal anschauen wollen, sollen hier schneller fündig werden.

Angefangen hat natürlich alles mit dem Kauf des Busses.

Als erstes haben wir das getan, was wohl jeder frischgebackene Busbesitzer tut: wir haben den Grundriss geplant. Das hat uns dann so gut gefallen, dass sich bis heute an diesem Entwurf nichts mehr geändert hat.

Im Anschluss haben wir den Bus entkernt und ca. 1,5 Tonnen Bücherregale ausgebaut.

Im Oktober 2009 folgte dann der erste Kurztrip mit dem Bus zum Selbstausbauertreffen nach Wietzendorf. Dafür haben wir ein provisorisches Schlafzimmer und eine Pantryküche eingebaut, die Nächte waren mit Temperaturen um 0 Grad in dem gänzlich unisolierten Bus jedoch ungemütlich kalt. Am Ende hatten wir fürs Wochenende gute 40 Liter Diesel verheizt.

Die Motorperipherie sollte niedriger werden, weil wir uns entschlossen haben, eine große Garage oberhalb des Motors zu bauen. Hier sind Fotos von vorher, von zwischendurch und von nachher.

Da wir natürlich auch einige Seitenfenster in den Bus einbauen wollen, mussten wir dafür zunächst Rahmen in die Wände einschweissen. Das ist hier und hier zu sehen. Die eigentlichen Fenster werden wir, um Beschädigungen zu vermeiden, erst viel später einbauen.

Der Bus hatte 6 große Dachfenster, zwei davon sind jedoch im Bereich des späteren Badezimmers, so dass wir diese entfernt haben. Somit haben wir 4 Dachfenster behalten und stattdessen 2 kleine Campingfenster fürs Bad sowie eine Öffnung für eine Klimaanlage eingebaut. Dafür musste einiges an Rahmenwerk im Dach entfernt, neu geschweißt, neue Bleche geschnitten und lackiert und alles eingebaut werden.

Dann wurde Bus wird mit Trocellen (das sind PU-Schaum-Matten) neu isoliert. Da sind wir allerdings zwischendurch noch immer wieder mit beschäftigt.

Im Februar 2011 ist uns unsere bisherige Bastel-Halle gekündigt worden, wir haben aber einen tollen Ersatz gefunden.

Zu diesem Datum wollten wir übrigens eigentlich bereits mit dem Umbau fertig sein, es waren ja schon zwei Jahre vergangen. In der Praxis sieht aber wohl doch alles anders aus, und so haben wir beschlossen, keine Zeitplanung mehr zu machen und einfach weiter zu basteln.

Da wir in der neuen Halle nicht ohne das Unterlegen von Holzbohlen die steile Rampe der Halleneinfahrt hochfahren können, haben wir als nächstes den ohnehin geplanten Umbau der Ansteuerung der Druckluftfederung vorgezogen, um den Bus mittels Steuergerät anheben zu können.
Das System nennt sich ECAS und hier lest ihr von der Planung, dem ersten Test,  einer kreativen Kesselaufbereitung, von der fertigen Steuerelektrik und könnt ein Beweisvideo gucken.

In diesem Rahmen des ECAS-Umbaus wurde auch die Druckluftanlage modiernisiert. Dazu hatten wir bereits in der alten Halle die alte Druckregler-Frostschützer-Kombination auf einen Druckregler mit integriertem Lufttrockner umgebaut.

Mittlerweile war es Sommer 2012. Die Pflege des weiteren Fuhrparks, der mittlerweile aus insgesamt vier Fahrzeugen besteht, erfordert leider ebenfalls viel Zeit, ausserdem kam zwecks Neuorientierung im Berufsleben von Martin der erste Umbau in Auftragsarbeit dazu, der den ganzen Winter 2011/12 in Anspruch genommen hat.

Und weil es nicht nur deswegen mit dem Ausbau einfach nicht voran ging, hat sich wieder einmal der Gedanke ans Aufgeben in unser Ausbauprojekt eingeschlichen. Eine abendfüllende Besprechung brachte viel Aufklärung so dass wir uns am Ende dafür entschieden haben, uns Ausbauhilfe zu suchen. Und seitdem ist Julian mit im Team, der eine echte Bereicherung ist und völlig eigenständig, aber trotzdem genau nach unseren Vorstellungen am Bus mitarbeitet.

Im Spätsommer ging es dann weiter mit der Heizung. Da das ursprüngliche Bücherbus-Heizsystem immer auch gleich den Motorblock mit vorwärmt und ausserdem mit 22kW viel zu groß dimensioniert ist, wollen wir diese ausschließlich zum Motor vorwärmen benutzen und einen zweiten Kreis für den Innenraum hinzufügen. Die beiden Heizkreise werden dann mit einem Plattenwärmetauscher miteinander verbunden sein.

Dazu wurde der Bücherbus-Heizkreis ausgebaut und die Standheizung überholt.

Im Beitrag des Heizkreis-Ausbaus gibt es auch aktuelle Fotos vom Innenraum mit Stand Ende 2012.

Der Umbau der Türsteuerung hatte leider gewaltige Folgen: Von einem verrosteten Steuergehäuse zeigte sich eine verrostete Einstiegstreppe und schliesslich haben wir kurzerhand den gesamten Kofferraumboden rausgerissen und sämtliche verrostete Streben ersetzt.

Bei der genaueren Untersuchung der Radkästen ist böses zum Vorschein gekommen, so dass wir am Ende den gesamten Bereich um die Hinterachse herum saniert haben.
Siehe hier und folgende Seiten.

In der Werkstatt hat Anfang 2013 eine neue Metallsäge und ein Metalllager sowie eine Plattensäge Einzug gehalten. Letztere muss aber noch aufgebaut werden.

Am 13.2.2013 dauerte unser Busprojekt nun schon 4 Jahre an…

Mein allererster Bus, leider ein absoluter Fehlkauf, wurde zersägt. Die Einzelteile konnte ich zum Glück noch relativ verkaufen so dass sich der Schaden begrenzt hielt.

Nach reiflicher Überlegung und Abwägung aller Möglichkeiten haben wir den Schritt ins mobile Leben im April 2013 vorgezogen und wohnen nun in einem tollen Wohnwagen auf dem Hof der Halle. Alle Details dazu.

Demnächst:
Einsetzen neuer Radkästen und Verschliessen des Bodens über der Hinterachse,
Einbau des Wärmetauschers und Wieder-Inbetriebnahme der alten Heizung

Folgende Projekte sind für die nächste Zukunft geplant:

  • Finalisieren des Stahl-Gerüstes für den Kofferraumboden
  • Einbau von Siebdruckplatten als Boden
  • Neukonstruktion der Eingangstreppe aus Siebdruckplatten
  • Neubau der Kofferraumklappen und Scharniere aus Aluminium-Blech statt GFK
  • Anbringen einer neuen Trägerkonstruktion für die Montage der Heckbox und einer Anhängekuppung
  • Anfertigen der Heckklappe für die Garage
  • Fertigstellen der Heckgarage mit Boden und Auskleidung
  • Fertigstellen der Innenraum-Isolation, Montage der Seitenfenster und anbringen der Innenverkleidung

Diese Seite werden wir nach und nach weiter schreiben, also schaut doch einfach immer wieder mal rein :)

3 Antworten auf Meilensteine

  1. Thomas sagt:

    Hallo Ihr Busausbauer!

    Ich muss mich jetzt doch mal bei euch melden. Ich bin über das James Cook Freunde Forum auf euch aufmerksam geworden, und lese seit Sommer 2012 in eurem blog mit.
    Ihr macht das wirklich toll, vor allem bewundernswert ist, dass Ihr versucht (und auch schafft) die Sache von Grund auf richtig zu machen.

    Wenn man bedenkt, wieviel Arbeit andere in ihr Haus investieren, und wieviel da schief gehen kann, (und oft genug auch tut) ist euer Busprojekt wirklich klasse. Ihr wollt ja irgendwann mal den Bus als einzige Wohnung nutzen – oder?

    Macht weiter so, es wünscht euch alles Gute und viel Geduld

    Thomas komposti

    • Martin sagt:

      Hallo Thomas,
      vielen Dank für deinen netten Kommentar! Wir geben alles, aber das hat leider auch zur Folge, dass man immer mehr Arbeit hat als man sich gedacht hat…

  2. Harald Engel sagt:

    Moin ! Was es bedeutet einen Bus zu restaurieren kann ich nach vollziehen.für meinen ehemaligen Setra S80 benötigte ich incl. Innenausbau und der gesamten Technik 3000 Std. und eine sehr Tolerante Ehefrau die nach der Fertigstellung für 16 Jahre Freude an dem nach unserer Vorstellung gebauten Innenausbau hatte. Wenn ich noch Jünger wäre und die entsprechenden Gelder wäre sofort dabei denn das Reisen in einem Bus hat nur Vorteile.

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