Kampfschrauberwochenende

Ich überlege die ganze Zeit, was ich alles in den nächsten Blogpost schreiben wollte, da ist mir eingefallen, dass ich ja eigentlich nicht mehr so ewig lange Posts schreiben wollte. Also, dann häppchenweise 😉

Eine ziemlich lange Durststrecke liegt hinter uns und um wieder in Gang zu kommen, haben wir zum einen sehr viel an der Gesamtsituation verändert und so gibt es echt viel zu berichten, was ich zwischendurch immer wieder mal tun werde.

Zum anderen haben wir uns, zumindest erstmal für ein Wochenende, „professionelle Hilfe“ in Form von Rainer gesucht. Er war letzte Woche Freitag bis Sonntag hier und ich glaube, soviele abgeschlossene Gesamtbaustellen sowie zig Kleinigkeiten und das Ganze in einem derartigen Tempo haben wir noch nie geschafft. Es hat zumindest gereicht, dass ich Samstag abend mit totaler Reizüberflutung völlig erschlagen ins Bett gefallen bin…

Rainer ist professioneller Bus-Mechaniker und Werkstattleiter und kennt das „Modell O307“ quasi bis zur letzten Schraube, weil er zu Beginn seiner beruflichen Laufbahn fast ausschliesslich an diesen Bussen geschraubt hat. Er kennt auch die Krankheiten und die Probleme, die auftreten können und hat diese gleich alle mal durchgesehen.

Nach einer halben Stunde musste ich mitschreiben, eine weitere halbe Stunde war die Fettpresse leer und so ging das immer weiter. Dann haben wir angefangen, den fürs Wochenende ausgearbeiteten Schlachtplan umzusetzen.

Als erstes ging es darum, wieder Wasser auf den Bus zu bekommen damit der Motor von innen vor Korrosion geschützt ist und wieder laufen kann. Dazu war eine Kette an Vorbereitungen zu erledigen, eine davon war der faule Rahmenträger aus dem letzten Blogpost. Dann konnte die Standheizung rein, die nun etwas anders angeschlossen werden sollte weil ja einiges an Verteilung für die Heizkörper im Innenraum weggefallen ist. Wir konnten aber mit bestehenden Mitteln arbeiten und so war das schnell gemacht.

Dann mussten alle Wasserrohre, die ich in letzter Zeit ausgebaut und neu gestrichen hatte, wieder in ihrer Position fixiert und verbunden werden. Dazu habe ich einen Meter neuen Gummischlauch in 35mm gekauft (über 40 EUR) und in passende Stücke geschnitten. Die Schlauchschellen waren noch gut und nach einem halben Tag saß das ganze so wie es sollte.

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Fertig. Die im Bild zu sehenden seitlichen Anschlüsse gehen bei Serien-O307 zu den Bodenheizgeräten im Innenraum, das war im Bücherbus natürlich nicht erforderlich und so waren diese Anschlüsse unbenutzt. Hier sind sie nun ordentlich verpresst. Zwei weitere Anschlüsse habe ich aber wieder geöffnet, um hier einen Wärmetauscher für die geplante Alde-Heizung anzuschließen.

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Der dazugehörige Schlauch geht nun erstmal in den Kofferraum und ist dort in einer Schleife verlegt, dort soll später der Wärmetauscher sitzen.

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Das wars. Nun galt es noch, eine Hohlschraube an der Einspritzpumpe gegen eine Schraube am Filter zu tauschen, die ich versehentlich falsch feingedreht hatte. Rainer hatte das gleich entdeckt und ohne diesen Tipp hätte ich ewig nach dem Fehler gesucht.

Tja und dann war es soweit: Nach etwas Orgeln ohne Gas hatte sich der Öldruck im Motor aufgebaut und unmittelbar darauf setzen sich eine Tonne Stahl in Bewegung 😀

Da ich in diesem Moment alle keine freie Hand für die Kamera hatte, konnte ich leider erst vorm zweiten Start ein Video machen, das habt ihr bereits vor ein paar Tagen zu Gesicht bekommen.

Ach, egal. Weil es so schön ist, hier nochmal :)

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Eine Antwort auf Kampfschrauberwochenende

  1. Sputnik sagt:

    Na super, es geht wieder was … hatte schon befürchtet ich müsste mein Angebot von damals wiederholen 😉 Erstaunlich wie wenig der qualmt … Und jetzt, fertigbauen und ursprünglichen Traum verwirklichen ?

    Hoffe ja nicht auf ein Dejavu wie in Sachen O302 …

    Viel Erfolg weiterhin …