Druckluftkessel und Resonator einbauen (3) – fertig!

Naja, fast fertig. OK, eigentlich doch fertig, aber ich muss das teilweise nochmal auseinanderbauen. Aber derzeit ist alles in Betrieb und läuft, inkl. Lecksuchspraytest!

Im Folgenden sind drei Tage Arbeit zusammengefasst und deswegen ein paar mehr Bilder.

Den Stutzen an den Kasten dran zu basteln war eine echte Herausforderung. Das passende Stück habe ich von dem abgetrennten Rohr vom Resonator genommen, das hat die passenden 110mm Durchmesser.

Da ich aber wegen des darunter liegenden Stauklappen-Scharniers etwas von der Aussenwand wegbleiben muss, und der Kasten sowieso nur 100mm tief ist, musste ich den Stutzen ein wenig in eine ovale Form bringen, und dann auch noch nach hinten rausstehen lassen. Eine Mords-Fummelei also, wie man auf den folgenden Bildern sehen kann.

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Erste Anpassung.

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So gehts. Die Lasche wird noch in eine runde Form gebracht.

Und dann alles verschweissen. Ist mal wieder nicht so toll geworden. Naja egal, hält.

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Eine Idee ist mir erst ziemlich am Schluss gekommen: Ich war mir darüber im Klaren, dass ich eintretendes Wasser frühstmöglich abfangen muss. Gut, im Resonator selbst gibts auch noch einige Abläufe, aber lieber wäre es mir schon, wenn das Wasser dort erst garnicht hin kommt. Neben einem Ablauf habe ich somit noch ein Trennblech eingeschweisst, welches reinschwappendes Wasser garnicht erst an den Stutzen läßt.

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Dann folgte der Wasserablauf. Das Prinzip habe ich mir am Originalteil abgeschaut: Wenn Luft gezogen wird, klappt der Schlauch zusammen und macht zu. Wenn Wasser raus will, geht es trotzdem. Somit kommt keine „falsche“ Luft in den Ansaug.

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Links meine Konstruktion, rechts das Mercedes-Teil, welches unten am Resonator hängt. Für meine Konstruktion musste übrigens ein Fahrradschlauch sein Leben lassen.

Ablauf von Innen:

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Letzte Anprobe aller Teile:

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Passt! Und auch der kleine Luftkessel passt dort eigentlich sehr gut hin. Die Halterung verschweisse ich aber erst, wenn alles andere hängt.

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Fast hätte ich eine Kappe vergessen, die vorher auch im Ansaug gesessen hat, und zwar direkt auf dem Ansaugstutzen. Den habe ich durch ein Stück abgeschnittenes Rohr „simuliert“, so dass ich die Kappe ohne Veränderungen einbauen konnte.

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Und so sieht das nun von draussen aus, da kann man theoretisch problemlos einen Wasserstrahl draufhalten.

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So, nun noch Farbe drauf.

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Die Rohre sind auch gestrichen

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Und der eh schon zerschnittene Fahrradschlauch hat hier direkt noch eine weitere Verwendung gefunden.

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Einen Tag später dann der Einbau. Dazu habe ich eine dicke Raupe mit Weicon Kleber rundrum auf den Blechkasten und das Trennblech gelegt.

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Ansetzen, andrücken, fixieren…

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…und sitzt! Der Holzklotz oben drückt die etwas eingefallene Aussenwand gerade, sonst hätte der Kasten nicht plan anliegen können.

Noch ein Tag später (gestern) habe ich dann die restlichen Druckluftanschlüsse geholt. Und es passt schon wieder nicht wie ich mir das vorstelle. Der Kessel hängt nun oben an nur 3 Gewindeumdrehungen, das ist mir viel zu wenig.

Es ist schon echt frustrierend. ich war in den letzten 5 Tagen jeden Morgen bei Trost und habe „die wirklich letzten Teile“ für die endgültige Montage abgeholt, und jedes Mal passte was nicht so wie ich mir das gedacht hatte. Naja, Lehrgeld, das Zeug ist zum Glück alles nicht teuer.

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Aber es ist dicht, ich habe alles abgesprüht, nirgendwo ein Bläschen! Oben die Leitung nach vorne zum Druckregler.

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Unten das Entwässerungsventil, links (hinten) eine Schnellkupplung mit einem Reduzierstück von M22 auf 1/4 Zoll eingesetzt, darauf muss man mal kommen… Und rechts (vorne) der Stahlflexschlauch vom Kompressor kommend.

Oben kommt also noch was neues hin. Und so werde ich morgen mal zu Trost fahren und „die wirklich letzten Teile“ für den Anschluss abholen.

Ansonsten, man soll es kaum glauben:

Der Umbau aller Aggregate zur Absenkung des Kofferraumbodens ist hiermit

FERTIG !!!

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5 Antworten auf Druckluftkessel und Resonator einbauen (3) – fertig!

  1. Uwe sagt:

    So wie es aussieht, gute Arbeit :)

  2. Martin sagt:

    Jau, und in der Zeit in der ich das gebastelt habe, hast Du schon wieder nen ganzen Bus ausgebaut…
    Aber gut, dafür hast Du auch solche Tüfteleien nicht… 😉

  3. baubude0 sagt:

    Daumen hoch, klasse Arbeit, Hochachtung.

  4. Oliver sagt:

    Überleg mal, ob Du für den kleinen Kessel nicht ein automatisches Entwässerungsventil spendieren möchtest. Ich könnte mir vorstellen, dass sich in dem Kessel, der ja der erste in der Reihe und noch vor dem Lufttrockner sitzt, sich die meiste Feuchtigkeit sammeln wird. Wer macht schon nach jeder Fahrt die Heckklappe auf und entwässert den Kessel?

  5. Martin sagt:

    Hi Oliver,
    das hab ich mir auch schon überlegt, das wäre natürlich ideal. Derzeit ist ein manuelles drin – gibts sowas überhaupt noch?
    Ich habe übrigens nochmal nachgeschaut, ich zahle wirklich unter 2 EUR für das manuelle Entwässerungsventil…