Isolation (2)

Etwas länger ist es her, dass Anne mit der Isolation angefangen hat. Das ist danach wieder liegen geblieben, aber mittlerweile haben wir beschlossen, dass zumindest der Schlafbereich vor dem SAT fertig isoliert sein muss.

Das ist mal ein Vorhaben! Und wir sind schon nahe dran, dass es realistisch ist, bis dahin fertig wirklich damit zu sein :)

Hier die Zusammenfassung der letzten Tage:

Als erstes musste ich mal die Flex schwingen, denn für die Montage der Verkleidung beim Bücherbus waren noch Winkelprofile eingeschweisst, die beim Isolieren nur stören und hinterher nicht gebraucht werden.

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Kann man sehen, da wo das Blech ein wenig dunkler wird und jetzt Rostschutzfarbe dran ist.

Die ersten Flächen waren schon zugeschnitten, die haben wir direkt mal verklebt, In die Mitte kommt nichts hin, und da wird auch nicht das Fett weg gewischt oder saubergemacht. Da mach ich mit der Flex sauber 😉

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Nein im Ernst, da komm doch das Schlafzimmerfenster rein, und das Blech raus, also brauchen wir uns da nicht zu bemühen.

Diese diagonalen Streben, die man auf dem vorherigen Foto sehen konnte, tragen übrigens Maßgeblich zur Stabilität des Busses, die sollte man tunlichst nicht heraustrennen! Dafür ist es um so lästiger, dort drumherum zu schnibbeln.

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Wir isolieren mit 40mm, das passt genau in die Zwischenräume rein und schliesst bündig ab. Die Diagonalen sparen wir aus und kleben dann einfach einen Streifen 20mm Isolation drauf, das passt dann auch ziemlich gut..

Über diese ganze Fläche kommt dann hinterher noch eine Schicht 15mm Isolation, damit die Streben komplett verdeckt werden. Somit sollte es dann deutlich weniger Kältebrücken geben.

Für den O302, den Vorgänger dieses Busses, der leider nie was geworden ist, hatte ich schon 50mm Isolationsmaterial gekauft. Die braucht sonst aber kein Mensch, und so müssen wir schauen dass wir die hier nun halbwegs verbaut bekommen, denn das Zeug ist richtig teuer.

Also bauen wir das 50er komplett ins Dach, denn hier ist das Vorhaben ein wenig anders: Die Streben, die hier durch das dickere Material natürlich um 10mm tiefer liegen, wollen wir dann mit 10mm Holzleisten verkleiden, an denen wir dann hinterher die Innenverkleidung montieren.

So zumindest die Theorie, vielleicht ändert sich daran auch noch was, aber zumindest verhindern wir hier somit auch weitestgehend die Kältebrücke. Letztere haben wir am Dach durch die großen Ausstellfenster aber sowieso reichlich…

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Anne und ich wechseln uns an der Decke ab, das gibt auf Dauer sonst lange Arme.

Wir verwenden Sikaflex 221 zum verkleben. Natürlich hält das nicht besonders gut, mit Gewalt könnte man die Platten wieder rausreissen. Aber es hält, und darauf kommt es an, denn hinterher ist mehr Druck als Zug auf den Platten.

Auf dem nächsten Foto sieht man oben links auch die „Reserveplatte“ für die Markise, die ich noch eingeschweisst habe. Falls uns mal eine längere Markise in die Hände fällt, können wir hier von Aussen noch nachträglich eine Halterung anschrauben.

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Wir achten nicht darauf, welche Rolle Sika wir aus dem Karton nehmen, und hin und wieder wechseln sich schwarz und grau ab, so dass sich mitunter lustige „Gemälde“ ergeben :)

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Die Platten da dann reinzudrücken, ist schon ein Kraftakt. Wir müssen uns beide mit dem vollen Gewicht dagegen drücken, was bei mir wegen der erhöhten Schwungmasse natürlich besser klappt als bei Anne 😉

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Am Dach sind nun auch schon die ersten Matten verklebt.

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Die Ecken sind schwierig, hier ist der Übergang zur Senkrechten, ein Winkelanschnitt von 30 Grad hat sich als Passend herausgestellt. Das Reinpressen ist aber trotzdem eine Tortur, weil wir die Matten immer etwas größer schneiden als der Ausschnitt ist.

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Wieder ein paar Dreiecke. Die Heizkörper sind auch schon losgeschraubt. Am Sonntag, also heute, bekommen wir Besuch zu Hause, daher werden wir da wohl nicht viel weiter kommen. Aber das Ende ist greifbar. Zumindest im Schlafbereich.

Alles in Allem aber eine echt mühselige Prozedur…

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6 Antworten auf Isolation (2)

  1. Oliver sagt:

    Hi Martin,

    Du wirst sehen – ähhhh – hören, dass es mit jedem Quadratmeter Isolierung weniger Fahrgeräusche geben wird! Wenn alles fertig ist und die Wandverkleidung noch nicht angebracht ist, ist es besonders ruhig beim Fahren!

    Ihr schafft das schon! Wenn man einmal richtig dran ist, geht es zügig voran. Und das Tolle: Man sieht direkt, was man alles geschafft hat!

    Viele Grüße
    Oliver

  2. Martin sagt:

    Hi Oliver,
    jau, Du hast das ja alles schon hinter Dir, und das auch noch alleine. Puh…
    Dass der Bus leiser wird, hoffe ich doch sehr, denn derzeit ist es echt lästig laut beim fahren. Wenn ich nun noch vor dem SAT den Tempomat eingebaut bekomme, den ich erstanden habe, kann ich den Bus echt stundenlang laufen lassen :)

    Mal schauen, Dienstag kommt der Sven, vielleicht kriegen wir das Ding eingebaut!

  3. Marco sagt:

    Es geht voran. Wie Oliver schon schrieb, sieht man das auch und das sollte eigentlich motivieren, weiter Gas zu geben.

  4. Jörg sagt:

    Alles in Allem geht es jetzt dann doch voran….ich drück Euch die Daumen, dass es dann zum kuscheln warm und ruhig in der Schlafhöhle wird….

  5. kilkanos sagt:

    Hi Ihr Isolierer,

    nur nen kleinen Tipp…
    Hol dir ein Tapetenmesser vom Baumarkt….so ne Art stumpfe Machete…nimm den Schleifbock oder Flex und schärfe grob eine Seite. Damit schneidest du nich nur Styropur sondern auch Trocellen spitzenerstklassig….und super gerade.
    Probiers einfach mal aus kostet ja nicht viel.
    Gruß

    Hans

  6. Kätzchen sagt:

    Hmmm…ihr habt bei dem Gemälde den „weißen“ Punkt vergessen, es ist fast ein eckiges Jing&Jang ;).