Dachfenster (Nachtrag)

16. Mai 2010

Das Dach ist so gut wie fertig, die Nähte abziehen und eine Grundreinigung mache ich später. Nun sollen aber noch neue Scheiben rein, dafür laufen bereits diverse Anfragen.

Viele Glaser stellen sich aber etwas komisch an, in Düren habe ich aber immerhin ein Angebot für 128 EUR plus Steuer pro Scheibe bekommen. Wärmedämmendes Isoglas, aber ohne Aussage, um was für eine Dämmung es sich handelt. Mal schauen, es laufen noch zwei weitere Anfragen.

Von den 6 Dachfenstern sind 5 total blind, nur ein einziges sieht noch aus wie neu – ob das mal neu gemacht wurde? ich kanns mir kaum vorstellen, der Rahmen sieht genau so alt aus wie bei den anderen.

Ich habe die Vermutung dass die Scheiben durch das auf- und zumachen zu starke Erschütterungen erfahren und das auf Dauer nicht abkönnen. Wie auch immer, wir wollen einen gescheiten Schutz gegen die Sonneneinstrahlung und da müssen wohl wirklich neue her. Zum Glück nur 4 Stück, zwei habe ich ja “wegrationalisiert”.

Das verbliebene “gute” Dachfenster ist mir die Tage aber erst die Hände gefallen, ich hatte das so gar nicht mehr in Erinnerung. Und so kam mir die Idee, Anne damit zu überraschen.

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Schön putzen…

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…und ratet mal wo ich es getauscht habe? Richtig, über dem “Bett” also im Heck des Busses. Das alte Fenster war leider völlig undurchsichtig. Nun ist es glasklar, wenn auch ein wenig getönt.

Derzeit offenbart sich nur der Blick auf das Hallendach, aber wenn wir Pfingsten und Fronleichnam wegfahren werden wir hier hoffentlich aus dem Bett heraus ein wenig Sterne gucken können.

:)

Weiter habe ich mich dann noch damit beschäftigt, womit ich hier schon angefangen hatte – einen der Rahmen von der Scheibe zu befreien. Leider hat das überhaupt nicht gut geklappt, und so habe ich kurzerhand den Hammer genommen. Es ist echt beeindruckend wie feste man auf diese Scheibe einzimmern muss, damit sie endlich platzt. Besser gehts da schon, wenn man gezielt eine Ecke am Glas “verletzt”, dann springt sie fast von selbst.

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Sicherheitsglas kann man so durch die Hände bröseln, da passiert garnichts.

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Der Erfolg ist aber leider trotzdem ausgeblieben und so habe ich nach fast zwei Stunden rumhantiererei aufgegeben. Sven kommt am Dienstag fürs Pfingstwochenende und bringt Schneiddraht mit, ich hoffe damit geht das besser. So hat das überhaupt keinen Zweck.

Eine Kleinigkeit am Rande dann noch: ich habe hinten links versucht, das Gitter vor dem Luftansaug wieder rein zu machen. Immerhin habe ich schonmal durchschaut, dass man das Gummi erst in die Karosserie einlassen und dann das Gitter reinstecken muss.

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Die nötige Stabilität erhält das ganze durch einen Keder, den ich aber ums verrecken nicht eingezogen bekommen habe. Es scheiterte einfach an den Kurven, die zu eng waren um da ohne spezielles Werkzeug den Keder einzuziehen. Nachdem ich zweimal abgerutscht und kleine Macken in den Lack gehaun habe, hab ich es sein gelassen.

Ich werde mal bei Gelegenheit bei einem Autoglaser anhalten, die haben soweit ich weiß ein Spezialwerkzeug für diese Kederleisten. Vielleicht können die mir das für nen 5er in die Kaffeekasse schnell reinmachen.

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3 Antworten zu “Dachfenster (Nachtrag)”

  1. jeanmi sagt:

    Hallo Martin. Wenn du den Keder in eine Pfanne heisses Wasser legst geht es ein wenig besser. Wichtig ist viel schmieren. Ich nehme dafür Silikon oder Reifenmontierpaste. Das Werkzeug zum einziehen habe ich mir mit einem Schweissdraht zum Autogenschweissen selber zurechtgebogen. Aufwand ca. 15 Min. Es geht auch ein Lötdraht zum Hartlöten.

  2. Martin sagt:

    Hallo Jeanmi,
    das Gummi hatte ich vorher erwärmt und ordentlich mit Spüli eingeschmiert. Aber das hat alles nichts gebracht. Wie sieht Dein Werkzeug denn aus? Ich habe es noch mit einem 8er Ringschlüssel versucht und ihn senkrecht aufgesetzt durch die Nut geführt. Da passt der Keder durch den Ring auch prima durch, aber ich komm trotzdem nicht um die Kurve ohne abzurutschen.

  3. Oliver sagt:

    Hallo Martin,

    das Problem “Keder einziehen” kene ich und das Vergnügen hatte ich auch schon. Ich habe es mit einer ordentlichen Portion (Talkum-)Puder geschmeidig gemacht und dann Millimeter für Millimeter eingedrückt. Wenn die Materialien warm genug sind, geht es leichter. Aber mir taten 2 Tage die Daumen weh danach.

    Viele Grüße
    Oliver