Stufe angefangen

18. Januar 2010

So, nun geht es dem Heck an den Kragen. Michael war heute zu Besuch und ich habe ihm nach einigen Fehlversuchen Werkzeug zur Gewaltausübung in die Hand gegeben, welches er dann auch muskelaufbaufördernd eingesetzt hat. Wer braucht da noch ein Fitnessstudio? :)

Ich habe den Bus vorgefahren und von aussen die Demontage begonnen. Zunächst musste die Motorhaube dran glauben, die steht nun abgebaut hinter dem Bus an der Wand.

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Hier sieht man sehr schön was alles weg muss: Links der Öltank für die automatische Ölnachfüllung, Herr Reichert hatte mich schon darüber informiert dass diese Funktion längst deaktiviert wurde. Der Tank mit der dazugehörigen Tankuhr (diese liegt schon abgebaut auf dem Boden) ergibt einen schönen Tank für einen Generator, mal schauen wo der hin kommt.

Weiterhin sieht man hier den Frostschützer, der kommt auch weg. Als Ersatz dafür dient ja der vor einiger Zeit schon angeschaffte Lufttrockner.

Eine größere Operation wird der Luftansaug, hier ist von aussen ein passendes Gitter angebracht. Was ich damit mache weiss ich noch nicht, verlegt werden muss der aber auf jeden Fall. Entweder ich säg ich an passender Stelle ein neues Loch in die Karosserie, oder ich lege einen Kanal zum Lufteinlass. Vorher muss ich mir das aber erst einmal genau anschauen.

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Rechte Seite: Hier sind nur der Kühlwasserbehälter und der Behälter für die Servoflüssigkeit, beides wird durch Verlängerung der Schläuche verlegt. Ich vermute mal stark, dass auf dem Servobehälter kein Druck drauf sein wird, von daher sollte ein einfacher Stahlgewebeschlauch reichen und ich muss keine Hydraulikleitung pressen lassen.

Zumindest der Behälter für das Kühlwasser kommt nach oben in den Kofferraum, bei dem Servobehälter weiss ich noch nicht genau wohin damit… Da wird sich schon was finden.

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Von innen hörte ich derweil nur harte Schläge mit dem Hammer und wütende Rufe der Unbeherrschtheit. Michael hatte die Demontage das erste Bretts mittlerweile persönlich genommen, weil sich einfach nichts tat. :)

An die Schrauben kam man nicht dran weil sie zugeklebt waren, und den Kleber raus pulen wäre ein fast unmögliches Unterfangen. Also half wirklich nur Gewalt. Ich habe dann später noch die Stichsäge dazu geholt und das Brett kurzerhand kleingesägt, dann ging es eingermaßen.

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Etwas später: freier Blick nach draussen. Fehlen nur noch drei weitere Bretter :)

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Hier muss ich einiges umkonstruieren, zuerst schaut aber, bei dem nun freien Blick, der Tüv-Mann meines Vertrauens mal vorbei und beurteilt die Situation. Ich habe ziemlich genaue Vorstellungen wie der Umbau aussehen soll, nur würde ich im Vorfeld lieber klären, ob das ganze dann auch hinterher den “Segen” bekommt.

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Ich hatte in der Zwischenzeit übrigens immerhin schonmal alle weiteren Kabel und Lampen demontiert, und auch der Öl-Behälter liegt nun neben dem Bus.

Morgen geht’s weiter, diese Aktion alleine hat aber schon ein paar Stunden gedauert.
Unglaublich, das ist echt gute alte deutsche Wertarbeit…

Wir haben übrigens zwei neue Mit-Schrauber: Denise und Oli haben einen neuen Transit gekauft, den sie nun ausbauen. Sie sind für die nächsten Wochenenden wohl Dauergäste. Ihr Werkzeug haben sie in einem freien Schrank verschlossen und einiges an Material in den Keller geschleppt, das ist doch eine enorme Erleichterung für sie weil sie keine Garage haben.

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Uta und Norbert waren auch zu Besuch, sie haben sich lange mit Denise und Oli unterhalten und sind zwischendurch auch mal zu uns rüber gekommen.

Auch mit Michael gab’s viel zu reden, Norbert ist schon ein paar Mal mit dem Rad über die Alpen gefahren und hat sich mit Michael über seine geplante Tour ausgetauscht, und evtl. sind die beiden bei dem Projekt in 2011 sogar mit dabei.

Michael bloggt darüber seit ein paar Wochen, und auch über die Umbaufortschritte bei Bus schreibt er nun hin und wieder Beiträge.

Norbert hat noch angeregt, einmal pro Monat einen Schraubertag zu veranstalten, die Idee fand ich sehr gut. Mal schauen wer sich dazu noch findet, muss ja nicht voll werden. Mir schwebt sowas wie jeder 1. Samstag im Monat vor, vielleicht passt es ja. Den “Langen Samstag” gibt’s ja (gottseidank) nicht mehr.

Platztechnisch wäre das auch kein Problem, denn…

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…die Halle ist ratzekahl leer. Der Haupt-Mieter ist schon wieder ausgezogen.
Also Platz ist wirklich satt vorhanden.

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12 Antworten zu “Stufe angefangen”

  1. Jens sagt:

    Ich kann es mir bildlich vorstellen, Michael haut auf dem Brett rum und lässt die Fäkalsprache auch nicht ganz aussen vor, tja – deutsche Wertarbeit – gebaut für Jahrhunderte ;)

  2. Michael sagt:

    Dieses Brett war geschraubt, genagelt und geklebt. Den Gehörschutz musste Martin, der hinterm Bus arbeitete, in der Tat nicht nur wegen der Hämmerei auf dem Brecheisen tragen…

  3. Oliver sagt:

    Hi Martin,

    der Behälter für die Hydraulikflüssigkeit der Servolenkung muss den höchsten Punkt der Hydraulikanlage darstellen, da es sich um ein offenes System handelt, soweit ich weiß. Er muss oberhalb der Servopumpe liegen; die Leitung sollte konstant steigend verlegt werden, so dass sich keine Luftblasen bilden können.

    Du kannst den Behälter einfach entleeren. Übrigens ist das auch eine gute Gelegenheit, die Hydraulikflüssigkeit zu erneuern!

    Viele Grüße
    Oliver

  4. Sputnik sagt:

    Tach, die Hydraulikflüssigkeit in der Servoanlage ist übrigends normales ATF … es passen aber einige Liter rein und das Zeug ist nicht billig … wenn es noch schön rot ist, wieder auffüllen aber nicht offen stehen lassen …

    Der Behälter kann deutlich weiter runter als es heute ist … der Schlauch runter zum Rohr nach vorne hat ein ziemliches Gefälle, ausserdem könnte der Behälter ja auch flacher sein – das Volumen ist die relevante Größe …

    Gruß

    O307 Sputnik

  5. Andre sagt:

    Hallo Martin,

    die Halle schaut ja genial aus, da hätte es genug Platz um unsere Hütte zu streichen ;-) Dumm nur, dass wir so weit auseinander wohnen.

    Gruß Andre

  6. Martin sagt:

    Hallo,

    @Oliver
    Ich habe mir sagen lassen, dass der Behälter allenfalls höher als die Pumpe sein sollte, das aber garnicht soviel ausmacht. Ich habe ja kein Problem damit das Ding zu versetzen, wohin er dann letztenendes kommt ist beinahe egal.

    @Sputnik
    Auswechseln ist ne gute Idee, aber wie krieg ich alles restlos raus? Ich denke ich kann nur verdünnen… Ich schau mal ob es am Rücklauf vl ne Ablassschraube gibt.

    @Andre
    wir überlegen, einmal pro Monat ein Schrauber- und Hallentreffen zu machen, wer kommen will der kommt. Für ein langes Wochenende würde sich das auch für Euch lohnen…

  7. es geht voran, sehr schön.

    sag mal, was war denn ursprünglich in der Halle drin, bzw. wie alt ist die denn?

  8. Martin sagt:

    Hm, ich denke in der Regel war da Metallverarbeitung drin.
    Gebaut wurde diese schöne Halle – halt Dich fest:

    im Jahre 1889 !!

  9. finde ich ja immer wieder super, solche Gebäude
    :)

  10. Guenther sagt:

    Hi Martin,
    ich les’ schon ne ganze zeitlang mit und bin jetzt auf euren Schraubertag in dieser tollen Halle gestossen.
    Bin aktuell nur “Laternenparker”, und so richtig kommen die kleinen Um-, An-bauten/Verbesserungen deswegen nicht in die Gänge.
    Ist dieses erste We als SchrauberWe nun beschlossene Sache oder im Planungsstadium ?
    Ich selbst residiere in Kohlscheid, das kann doch nicht so weit sein bis zur Halle, oder ?
    Grüsse,
    Günther,
    der mit dem Gelben (MAN)

  11. Martin sagt:

    Hi Günther,
    ich kenne deinen MAN, schönes Fahrzeug! Schau mal in mein Forum unter http://www.wohnbusse.eu/forum/ da gibts einen Thread zu.

  12. Gero sagt:

    Hy Martin,das Servoöl kannste am Lenkgetriebe ziemlich gut und fast Sauereifrei ablassen.Sollte ein Ölablassstopfen drin sein.Bei unseren 307 war das so und da wurde alle 180tkm Ölwechsel gemacht.Beim auffüllen mit neuem Filter Vorderachse hochheben und Motor mit Anlasser durchdrehen lassen bis die Pumpe Öl hat.Dann eine Weile laufen lassen und später die Lenkung langsam von Anschlag zu Anschlag drehen und jeweils einen kurzen Moment am Anschlag halten.Achtung den Behälter nicht zu voll machen weil das Öl durch die Luft ziemlich aufschäumt,lieber später nachfüllen aber aufpassen das der Ölstand nicht zu tief sinkt sonst haste wieder Luft drin.
    Die Deutsche Bahn hat damals Motoröl auf der Lenkung gefahren-weiß aber nicht ob da was anders war.Frag mal bei Daimler ob es da Freigaben für gab.Die haben das auch auf den Getrieben gefahren.War einfacher und billiger weil nur eine Sorte Öl gebraucht wurde.War aber sicher einbereichs Öl.
    Hoffe das hat geholfen.Ach ja wenn der Behälter höher liegt als die Pumpe oder der höchste Leitungsrohrbogen ist es kein Thema.
    Gruß Gero