Kühlwasserkontrolle

Nach der Kühlwassersauerei vor dem SAT hatte ich mangels Kühlflüssigkeit nur Wasser nachgefüllt, davon letzten Endes aber doch so an die 10 Liter. So ist mir heute in den Sinn gekommen, dass ich vielleicht mal den Gefrierpunkt kontrollieren sollte, bevor es wegen der angesagten Temperaturen einen größeren Schaden gibt.

Im Prinzip bin ich aber schonmal davon ausgegangen, dass das Gemisch nicht mehr ausreichend ist, und habe direkt einen Frostschutzprüfer bestellt, denn sowas gabs bisher noch garnicht in meiner Werkzeugsammlung. Dazu noch ein 20L Kanister Frostschutz Standard in blau. Und dabei habe ich mir dann auch gleich den Unterschied erklären lassen:

Der blaue ist der ursprüngliche, ganz normale Frostschutz. Und dann gibt es noch den roten oder rosafarbenen, silikatfreien Frostschutz, der angeblich für moderne Fahrzeuge vorgeschrieben ist, und nach Svens Aussage sieht damit der Motor von innen „irgendwie sauberer“ aus, es bilden sich keine Rückstände.

Auch auf eine Anfrage in Trier meldete sich Herr Reichert umgehend und teilte mir mit, dass man in den letzten Jahren auf das silikatfreie Frostschutzmittel umgestiegen sei (ich war zwischenzeitlich nicht am Bus um das zu kontrollieren). Und so habe ich also nochmal die Bestellung geändert und 20 Liter von dem rosafarbenem Wunderfrostschutz draus gemacht. Klar, dass das gleich 10 EUR teurer ist…

Mit prüfendem Blick habe ich mich dann heute hinter den Bus gehockt und überlegt, welche Schlauchschelle ich wohl am besten löse, um 20 Liter Kühlwasser abzulassen, ohne mich dabei völlig einzusauen. Irgendwann bin ich dann doch auf die Idee gekommen, in die Betriebsanleitung zu schauen, und siehe da: Es gibt eine Ablassschraube, ganz unten, genau am Heizungsvorlauf zwischen Kühler und Motor. Durch diese habe ich dann völlig verlustfrei das Kühlwasser ablassen können und oben das frische wieder eingefüllt.

Beim Warmlaufen lassen von Motor (und Standheizung) ist mir allerdings folgende Überlegung gekommen: Muss das Kühlwasser 80 Grad erreichen, damit die beiden Thermostate aufgehen und sich das neue Gemisch gleichmäßig verteilen kann? Ich habe bei 40 Grad aufgehört, und hoffe nun dass das reicht. Sonst muss ich am Wochenende nochmal die Standheizung anwerfen und ordentlich durchheizen.

Achja, weil mein ach so tolles neues Handy schon wieder im Eimer ist, gibts von der Abassschraube leider kein Foto, ist aber auch nicht wirklich schwer zu finden.

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2 Antworten auf Kühlwasserkontrolle

  1. norbert sagt:

    Hi Martin & frohes Neues mit vielen Kilometern auf Achse !!!

    das Kühlwasserjonglieren is bei den Temperaturen nicht gerade prickelnd, trotzdem, wer guckt sich schon im Sommer den gefrierschutz an….ausser er wechselt das Kühlwasser, weil der Korrosionsschutz am Ende ist und das Kühlwasser rotbraun.
    Ich geh beim Wechseln (wg. Korrosionsschutz) immer so vor:
    -Thermostat ausbauen
    -Kühler & Motor trennen (Die dicken Schäuche)
    -Motor durchspülen mit Wasserschlauch
    -Kühler ducrhspülen mit Wasserschlauch
    -Reinigungsmittel rein, System wieder schliessen, Therm. ausgebaut lassen
    -Motor laufen lassen, Fahrzeug einige Kilomter fahren
    -Spülen mit Leitungswasser & Schlauch,
    -Auffüllen mit Dest. wasser+ Frostschutz (50/50)

    Je nach dem wie stark die Metalle von Motor und Kühlsystem sich gegenseiteig ‚annagen‘, mach es sinn, das System alle Paar Jahre mal zu spülen. Beim ZX von Uta ist im Kühlwasser standardmässig etwas öl, im MB100 vermockt das Kühlwasser dermaßen, dass die Kühlleistung nachlässt, weil der Kühler irgendwann dicht sitzt.
    Beim Vario hab ich die Aktion vor 2 Jahren mal im Sommer gemacht, war aber nicht wirklich notwendig, im Volvo gammelt es kaum.

    Norbert

  2. norbert sagt:

    ….das Thermostat muss in jedem Fall aufgehen, damit sich die Flüssigkeiten mischen.
    Ich umgehe das in indem ich das Ding ausbaue wenn ich die Anlage spüle. Da ich meherer Gänge (Spülen / Reinigen) mit viel Ducrhfluss mache, geht es auch wesentlich schneller ohne Thermostat.