Das SAT 2009

Achja, ich bin Euch ja noch nen Bericht schuldig. Also, dann werd ich mal…

Vorweg gesagt: Was war ziemlich cool! Und saukalt – hehe, was für ne Wortspielerei 😉
Aber wir hatten unseren Spass, sowas werden wir aber mit einem nicht isolierten Auto bestimmt nicht wieder machen. Selbst im Zelt wird es wärmer als in dem Bus, nach einer Stunden spätestens ist dadrin Aussentemperatur. Und die Standheizung kann man unmöglich die ganze Nacht laufen lassen.

Mi, 21.10.

Der Bus war recht unkompliziert aus der Halle gefahren – es geht immer leichter. Ist trotzdem nicht so einfach, aber wenn ich einen Einweiser habe, geht’s mittlerweile echt in 5-10 Minuten.

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Michael hat dann sein Werk vollendet und den Bus gewaschen. Naja, nicht direkt gewaschen, das war nur ein Nebeneffekt. Es ging darum, die Polierrückstände zu entfernen. Zunächst nur mit Wasser und der eigens für den Bus neu gekaufte (und heute morgen abgeholte) Waschbürste, das brachte aber nur mässigen Erfolg. Die Rückstände saßen einfach noch zu fest. Wo es weg ging, sah der Lack aber richtig gut aus.

Der ebenfalls heute morgen gekaufte Drücksprüher wurde mit Wasser und einem Konzentrat gefüllt, welches ich mal von einer Waschanlage bekommen habe. Nach Einsprühen des Busses und kurzer Einwirkzeit gingen aber auch die hartnäckigsten Rückstände problemlos weg. Und natürlich auch sämtlicher Dreck hat sich prima lösen lassen.

Gut, es mag wohl auch daran gelegen haben, dass wir die 1:100 Dosiervorschrift „leicht“ unterschritten hatten. 😉

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Fertig und bereit zur Abfahrt!

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Erster Zwischenstopp, noch auf der A4. Hier bin ich einmal um den Bus gelaufen, habe alles duchgesehen und die Riemenspannungen nochmal geprüft. War alles prima!

So ne Kasse sieht neben dem Bus richtig mickrig aus, oder? Und der 820 von Sven ist schon 8m lang!

Ohne weitere Probleme sind wir knappe 3,5 Stunden später in Bad Oeynhausen bei Annes Verwandschaft angekommen. Hier durften wir über Nacht vor der Haustür parken, das Einfädeln ging, trotz engem Wohngebiet, recht einfach. Wir verbrachten einen netten Abend und sind gegen 11 ins Bett gefallen.

Das dicke Bettzeug hat gut gewärmt, trotzdem war uns klar, dass es wohl kalt werden würde. Dementsprechend haben wir Happy mitsamt Körbchen in einen Schlafsack eingepackt und nur ein kleines Loch zum rauskrabbeln gelassen.

Do, 22.10.

Die Anne hat Geburtstag :)

Sie kann sich aber nicht dazu hinreissen lassen, Ihr Geschenk auszupacken. Der Grund ist einfach: Es ist saukalt, man sieht seinen eigenen Atem mehr als deutlich. Ein Blick aufs Thermometer verrät: 2°C! Unter der Decke geht’s aber echt, zu zweit bleibt noch mehr Wärme erhalten als wir dachten. Schlafsack muss also garnicht sein.

Also, schnell raus, Heizung an, und schnell wieder unter die Decke. Wir sind dann so lange liegen geblieben bis wir unseren Atem nicht mehr sehen konnten. Dann waren es ca. 8 Grad im Bus, das kam uns schon warm vor :)

Nach einem ausgiebigen Frühstück sind wir aufgebrochen. Der Klaus hatte schon angerufen, er war schon früh losgefahren und wartete schon am vereinbarten Treffpunkt, dem Rasthof Garbsen. Eine Stunde später waren wir dann auch da, Michael und Katja waren knapp vor uns angekommen. Sehr schön!

Kurz begrüsst und etwas geredet, dann sind wir auch schon weiter, nächster Stopp war der Autohof an der Abfahrt Soltau Süd, hier wollten wir auf Paul und Frank treffen.

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Alle versammelt. Naja nicht ganz alle. Netter Spruch vom Klaus: Die Schwaben können alles. Ausser hochdeutsch. Und pünktlich sein 😀

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Kennenlern-Runde auf dem Autohof.

Sven und ich sind dann erst noch tanken gefahren. Stolze 150 Liter habe ich getankt, das passte überhaupt nicht zur gefahrenen Strecke. Gut, in Aachen haben wir noch geheizt und ich bin im August noch eine Runde zur SP gefahren, dafür habe ich dann mal pauschal 30 Liter abgezogen. Kurz nachgerechnet kam ich dann aber immer noch auf 30 Liter pro 100km, das ist zuviel, das kann nicht passen.

Nein, das darf nicht passen! Auf dem Rückweg wollen wir hier nochmal tanken um zu erfahren, was wir verheizt haben. Und dann wieder zu Hause tanken, dann sollten wir einen korrekten Wert haben.

Hm… hoffen wir mal dass der „besser“ ist.

Als wir tanken waren, kamen auch Frank und Bärbel um die Ecke und dann ging’s auch schon zügig weiter zum Südseecamp, wo das SAT jedes Jahr stattfindet.

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Kurze Zeit später waren wir gemeinsam auf dem Platz und haben uns großzügig hingestellt. Schliesslich sollten am Freitag noch drei Fahrzeuge nachkommen, und die sollten auch bei uns stehen können.

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Frank und Bärbel haben einen super Pavillion mitgebracht, der auch direkt aufgebaut und eingeweiht wurde. Ebenso zwei Satz Bierzeltgarnitur, die der Sven mitgebracht hat.

Feine Sache, danke nochmal dafür!

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Gegen Abend haben wir uns dann aber doch in den beheizbaren Bus zurückgezogen und Annes Geburtstag begossen. Klaus hat eine sehr interessante Erdnuss-Suppe gestiftet, die war echt lecker! Man beachte im Hintergrund….

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…Klaus an den Kochplatten!

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Zu späterer Stunde… War ein schöner Abend.

Fr. 23.10. + Sa 24.10.

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Der Rest vom SAT war obligatorisch. Wir konnte noch einige unserer Trocellen-Reste verkaufen, und auch die anderen hatten einiges anzubieten. So habe ich von Gerd zwei schöne Spiegelarme für unseren Bus ergattert, die eine wesentlich elegantere Befestigung eines Anfahrspiegels zulassen. Ebenso diverse Kleinigkeiten, die ich gerade nicht greifbar habe. Ich verblogge das aber ein anderes Mal.

Der Bus von Michael und Katja sieht übrigens auf den ersten Blick wie unserer aus, das mag daran liegen dass er auch von Vetter gebaut wurde und vorne die „Einheitsfront“ verbaut hat, die damals bei vielen Marken verwendet wurde. Unter dem Blechkleid steckt aber ein Magirus-Fahrwerk mit luftgekühltem Deutz Motor – eine echte Seltenheit. Wahrscheinlich gibt es davon nur 3 Stück.

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Ausgebaut haben die beiden den Bus nach einem ziemlich abgefahrenem Konzept. Sieht echt gut aus! Wir würden niemals so ausbauen, trotzdem ist dieser Ausbau genial gemacht. Der Lohn dafür: Der erste Platz beim alljährlichen Wer-hat-den-schönsten-Wettbewerb.

Herzlichen Glückwunsch!

Die weiteren Nächte waren übrigens dank 2kW Heizlüfter nicht mehr so kalt, bei 15 Grad kann man es nachts durchaus aushalten.

So, 25.10.

Am Sonntag haben wir dann so gegen 12 den Platz verlassen und bis Paderborn mit Michael und Katja zusammen gefahren.

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Letztes Treffen auf einem Rastplatz, dann trennten sich unsere Wege. Für uns ging es noch nach Bochum, das war allerdings eine Tortur weil ein Stau den nächsten jagte. Wir sind erst im dunklen dort angekommen. Das nächste Jahr müssen wir hier was ändern, vielleicht sollten wirklich erst am Montag nach Hause fahren.

Der Zwischenstopp in Bochum war nur eine Stunde, Anne ist dort geblieben. Sven und ich sind dann noch weiter nach Aachen, gegen halb 11 war der Tag dann endlich zu Ende, mir hat’s dann auch echt gereicht.

Mo, 26.10.

Tanken. Der Tag der Wahrheit.

Gestern hatten wir am Autohof Soltau nachgetankt und festgestellt, dass unsere Heizung alleine an dem Wochenende mit nicht durchgängigem Einsatz stolze 30 Liter verbraucht hat. Gut, dass wir hinterher andere Heizmöglichkeiten haben werden.

Die Tankrechnung ergab nun etwas über 100 Liter, was einen Verbrauch von ziemlich genau 24 Liter auf 100km ausmacht. Das finde ich für einen leeren Bus immer noch recht viel, aber ich hab das Gaspedal auch nicht geschont.

Naja, wir schauen mal, was das letztenendes im Mittel ergeben wird. Nun steht der Bus wieder in der Halle, das war’s für dieses Jahr.

Aber schön war’s! Saukalt, aber schön!

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13 Antworten auf Das SAT 2009

  1. Oliver sagt:

    Moin Martin,

    na dann richte Dich mal auf lockere 30l/100km ein, wenn Du Deinen Fahrstil beibehälst! Du hast eben ein cw-Wert wie ein Scheunentor, daran kann auch ein gewichtssparender Ausbau nichts ändern! Und Du weißt ja: Der Luftwiderstand steigt nicht linear mit zunehmender Geschwindigkeit!

    Meiner hat leer 18-20l verbraucht. Nun liegt er voll bis an die Grenze beladen in der Ebene bei 20l und für alles südlich des Ruhrgebiets bei 25l. Der ehemalige BüBu der Stadt Koblenz war übrigens, soweit ich mich erinnern kann, auch ein Vetteraufbau auf einem MAN. Laut Fahrer lag der Verbrauch bei 35l im Stadtverkehr.

    Viele Grüße
    Oliver

    P.S. Da hängt doch ein blaues Banner vor Deinem Bus. Ein Foto bitte!

  2. Oliver sagt:

    Nachtrag: Die Uhrzeit stimmt nicht in Deinem Blog. Sie geht eine Stunde vor!

  3. baubude0 sagt:

    Mahlzeit, genauso war es, schön war es, und jetzt warten wir auf das Frühjahr und bauen am NEOPLAN weiter.
    Grüsse Klaus

  4. Bernd sagt:

    schöner Bericht!

  5. Sputnik sagt:

    der Dieselverbrauch leer 23 bis 24 harmoniert mit 25 bis 26 l die ich inkl. Ausbau so im Schnitt habe …

    Gruß

    Sputnik

  6. norbert sagt:

    Hi Martin,

    schick, der rote bus!
    Macht im Tageslicht noch mehr Eindruck als in der Halle!

    Norbert

  7. norbert sagt:

    wg. cw wert…..

    vielleicht macht es ja sinn, direkt oberhalb der frontscheibe ’ne schräge ein zu bauen….
    is nur mal so ne idee.
    leichter wird er da auch von.

    so, und jetzt schnell weg, bevor mich einer schlägt.

    Norbert

  8. Martin sagt:

    Der Bus ist vorne eigentlich relativ rund. Nach Aussage eines Wohnmobil-Kollegen, der sowas beruflich macht, sollte man mehr Augenmerk auf das Heck des Fahrzeuges legen. Wenn man das Heck verjüngen könnte, würde das den Windwiderstand durch den dem Bus folgenden Sog erheblich verringern können. Denk mal daran wie ein Zepellin aussieht, oder eine Tragfläche.

    Natürlich macht das keiner, weil das Platzverlust im Innenraum bedeutet. Vielleicht lass ich mir da mal was mit der Heckbox einfallen, dazu müsste mir das aber erstmal jemand ausrechnen…

  9. norbert sagt:

    jup,
    nicht verkürzen, sondern verlängern…!

    wenn ich mich an dem punkt ’spritverbrauch‘ erwische, denk ich immer an die zeiten zurück, in denen ich mehr gesegelt bin. da ist der spritverbrauch ne echte nebensache.
    man kommt alleridngs auch nicht wirklich voran, ausser, man hat echt zeit mitgebracht.

    übrigens: der Utube darth vader ist echt der hammer! hab eben erstmal
    5 clips angeguckt- echt klasse

    Norbert

  10. Martin sagt:

    @Oli, ich habs hinbekommen, kam wohl schleichend mit einem der Updates

    @Norbert, mit Wassersport kann ich nix anfangen. Ist auch gut so, sonst hätte ich erst recht keine Zeit mehr 😉 Genau wie mit Angeln, dem kann ich nix abgewinnen.

  11. norbert sagt:

    Naja, Angeln hat so viel mit Wassersport zu tun wie ’ne Frittenbude am Ring mit der Formel eins …oder so.
    Wie kam ich eigentlich aufs segeln? Also auf ner Segelyacht kann man wohnen und damit den Aufenthaltsort wechseln…(klingelt es?) in vielen Hafenstädten kann man auch studieren…z.B in Köln/Bonn/ Maastricht/ Santander/Barcelona/ etc etc

    Norbert

  12. Matthias sagt:

    Hey

    Ich schau hier immer mal wieder vorbei. Bin aber durch Pascal immer gut informiert ;-P

    Langsam wird die ganze Sache ja echt konkret!Sehr schön!

    Noch ne Frage: Habt ihr evtl. noch immer was vom Trocellen. Nen Kumpel hat sich nen T4 geholt und möchte den auch noch isolieren.

    Gruß
    Matthias

  13. Tauchteddy sagt:

    Im ersten Winter bin ich mehr als einmal mit Innentemperaturen unter 0° aufgewacht, -7° war das härteste. Raus aus den Federn, rein in die Klamotten …
    Mein bester Verbrauch – Bus leer bis auf Kaffeemaschine und Kühlschrank, nur BAB, lag bei knapp 18l. Ausgebaut und mit einem Fahrgewicht von gut 12t brauche ich jetzt um 25l.