Besuch in Trier

Wir sind immer noch auf unserer Urlaubsreise, aber heute konnten wir Zwischenstation in Trier, der ersten Heimat unseres Busses, machen.

Herrn Reichert, den Werkstattleiter in Trier, hatten wir einen Tag vorher angerufen, aber er musste leider ausgerechnet heute nach Duisburg, daher war es nichts mit dem kennenlernen. Am Hof waren aber viele andere nette Menschen die offenbar schon alle wussten, dass wir kommen und wer wir waren, und so hat man sich viel Mühe mit uns gegeben.

Grund des Besuches war nämlich eigentlich, das Reserverad des Busses abzuholen. Das hatte Herr Reichert noch im Keller gefunden, und da sich sonst keine Fahrzeuge mit dieser Reifengröße mehr im Bestand befinden, musste es für den Bus sein – wir durften es abholen!

Die Alternative wäre die Entsorgung gewesen, und so haben wir das Angebot dankend angenommen. Wir hatten das schon vor Monaten mal besprochen, und so musste nur noch ein passender Zeitpunkt gefunden werden, und der war zumindest für uns eben heute.

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Wir hatten allerdings noch keine Idee, wie wir das Rad mitbekommen sollten. Ich hatte eigentlich vor, es mittels der Kurbelhalterung für unser normales Reserverad hinten unter dem Wohnmobil aufzuhängen. Leider war der Lochabstand zur Befestigung dann doch so viel größer, dass der dadurch entstehende Hebel beim nächsten Schlagloch wahrscheinlich Schaden am Rad oder der Halterung angerichtet hätte.

Am Ende blieb dann nur eine Möglichkeit. Man hat mir beim reinheben des Rades geholfen, es durfte nun im Innenraum mitfahren.

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Was für Dimensionen. Und was für ein Gewicht! Wegen der fehlenden Befestigungsmöglichkeit hat mir das überhaupt nicht gefallen, Anne hat dann aber bei der Fahrt oben die Füsse gegen das Rad gestemmt und dadurch war es kaum zu bewegen.

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Hier hat der Bus früher gestanden. Eine beheizte Halle, für 30 Jahre jede Nacht. Da wundert es uns nicht, dass Rahmen und das Fahrgestell kaum Beschädigungen erlitten haben. Wenn der Bücherbus-Dienst nun noch im Winter ausgesetzt hätte, wäre der Bus wahrscheinlich noch im Neuzustand! Aber wir wollen uns ja nicht beschweren 😉

Mit zwei Mitarbeitern bin ich dann noch in den Keller gegangen, hier haben wir nach einer passenden Kurbelhalterung für das große Rad gesucht, die sind aber offenbar schon verschrottet worden. Vielleicht können wir bei unserem nächsten Besuch eine bekommen, allerdings bin ich mir noch nicht sicher, ob die vorne unter den Bus passt. Normalerweise sind an Bussen die Reserveräder mit Schlitten eingehängt, und für unseren Modell ist der Platz des Rades eigentlich sowieso ganz woanders, nämlich im Kofferraum. Den wollen wir aber lieber als Stauraum freihalten.

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Kurz darauf kam ein Mitarbeiter mit einem Tür-Ventil um die Ecke, auch das durften wir mitnehmen weil es sonst im Container gelandet wäre.

Etwas später haben wir uns verabschiedet, mit dem Versprechen, dass wir das nächste Mal mit dem Bus vorbei kommen. Wir hoffen, dass wir dann schon etwas vorzeigen können.

Ansonsten möchten wir uns an dieser Stelle noch einmal für das nette Entgegenkommen bedanken! Ohne Reserverad wären wir ungern im Oktober auf das SAT gefahren, das sind dann doch schon ein paar km. Wir werden gerne wiederkommen, sobald der Bus vorzeigefähig ist, und dann auch für mehr als nur einen Kurzbesuch – und mit Ankündigung :)

Für heute ging es dann weiter. Wir mussten aber nur ca. 50km bis ins Saarland fahren, denn dort haben wir uns dann später mit Sven getroffen, der das Rad netterweise übernimmt und vor dem SAT für uns mit nach Aachen bringt. Auch dafür vielen Dank!

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In seiner Garage war das schon viel vertrauenserweckender zu befestigen :)
Man beachte übrigens mal den Größenunterschied, links das Rad passt auf unser derzeitiges Wohnmobil. Ich habe noch keine Idee, wie ich bei dem Bus jemals einen Reifen wechseln soll…

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2 Antworten auf Besuch in Trier

  1. Jens sagt:

    Gibt es nicht sowas wie den ADAC für Busse? AVD?

  2. norbert sagt:

    ….Zitat Martin“ ich habe noch keine Ahnung, wie ich das rad wechseln soll….‘
    deshalb hab ich das reserverad unterm vario entfernt, und zum glück auch keine zwillingsreifen mehr au der hinterachse. ich hab mir auch nicht vorstellen können, das e-rad bei wetter und dunkelheit womöglich in einer halben stunde arbeit auf dem seitenstreifen einer autobahn stehend zu wechseln. wobei das wechseln nicht wirtklich das problem ist, richtig ♪tzen ist die demontage ausder halterung unter dem heck und einen guten festen punkt im boden zu finden, in dem der hydarulische wagenheber nicht einsinkt bzw. von der achse rutscht.
    der vario kriegt ‚in der zukunft ’nen halter auf der hinteren flügeltür für ein ersatzrad.
    Ach ja, selbst bei den vergleichsweise kleinen rad-dimensionen des vario (16″) wiegt ein rad 35 kg…..
    Norbert