Heckbox

Für Winterurlaube mit dem Reisebus gibt es Heckboxen, sogenannte Skikoffer. Die sind auch eigentlich für nichts anderes zulässig. Viele Busunternehmen packen da trotzdem Getränkekisten oder Koffer rein. Wenn die Box dann auf der Autobahn liegen sollte, weil die Halterungen abgegangen sind, zeigt die Versicherung eine lange Nase.

Diese Geschichte habe ich heute gehört, als ich mit einem Bus-Kollegen über die Halterungen gesprochen habe. Warum? Na, ich habe heute so eine Box gekauft.

Eigentlich habe ich zwei von den Dingern gekauft. Wie, ist der Bus etwa nicht groß genug? Nee, daran liegt es nicht.

So eine Box ist sinnvoll für Fahrräder, damit sie nicht zudrecken oder gestohlen werden können. Ausserdem für den Grill, das Brennholz oder was auch immer. Oder einfach nur, um ihn in die Ecke zu stellen _falls_ man ihn mal braucht.

Entstanden ist die Idee aber eigentlich daraus, dass im Moment der Bus soweit offen ist, dass ich genau jetzt die Halterungen für so eine Box anbringen könnte. Falls ich mal eine haben möchte. Falls!
Wenn die Isolation drin ist, geht das nicht mehr. Mit dem Vorhaben, mal so eine Box anzuschauen, bin ich zu dem Busunternehmen gefahren, bei dem ich hin und wieder mal jobbe, und habe einfach mal nachgefragt. Vielleicht kann man ja an so einer Box mal die Abstände der Bolzen zur Befestigung abnehmen.
Falls! ich so eine mal haben möchte…

Ich wusste wohl, dass Busunternehmen die hohen Boxen nicht mehr verwenden dürfen, weil die Heckscheibe als Notausstieg frei bleiben muss. Dass die aber noch zwei davon rumstehen haben und mir gleich anbieten hätte ich nicht gedacht. Preisvorstellung nach Rückfrage in die Werkstatt: 250 EUR für eine. Kurz darauf ein Anruf von oben: Wenn ich beide nehme, zusammen 300 EUR.

Tja, und da hab ich sie nun.

DSC00960.JPG

Stehen beide hinten unterm Dach

DSC00961.JPG

Die Halterung ist so konstruiert, dass man die Box in montiertem Zustand zur Seite wegklappen kann um an den Motor zu kommen

DSC00962.JPG

Der Zahn der Zeit hat auch hier genagt…

DSC00963.JPG

Und so gibt’s leider Beulen. Aber dafür stimmt der Preis ja.

Was will ich aber nun mit zwei Boxen? Na, ein Telefonat und die zweite Box war an den Mann, bzw. an den Sven gebracht :)

Dieser Beitrag wurde unter Allgemein abgelegt und mit verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

7 Antworten auf Heckbox

  1. Marco sagt:

    Schickes Schnäppchen. Muss die dann nicht auch gleich zweifarbig lackiert werden?

  2. super Zusatz-Stauraum zum Schnäppchenpreis ..
    :)
    so richtig lachen musste ich jetzt aber über die Bushaltestellenschilder…

  3. Frank(211HD) sagt:

    Das sind aber original Setra-200er-Koffer.
    Wenn du die an dem Mercedes ranschraubst, fallen die normalerweise ab.
    Da sind die Dinger sehr heikel!!!! :-()

  4. Martin sagt:

    Nana!
    Der Koffer wird liebevoll ausgebeult, lackiert, bekommt angepasste Halterungen und neue Lampen als Ersatz für die hässlichen Kästen und wird sich dann fragen, warum er nicht schon immer ein Mercedes Koffer gewesen ist!

    So!

    😉

  5. zurken sagt:

    Was du so treibst, ist mir wahrscheinlich ebenso unheimlich wie dir alles, was ich so treibe: 12 Meter langer Bus und nicht genug Stauraum! Tagelange Arbeit, um die Schrift abzuknibbeln! Die Rückleuchten sind nicht schön genug!
    Ich hingegen finde meinen Düdo am schönsten, wenn er so verdreckt ist wie gerade jetzt nach tagelanger Fahrt durch Schlamm und Regen in der Osttürkei. Der wird nicht gewaschen, das ist Erlebnispatina!

  6. Martin sagt:

    Irgendwie hast Du recht Jürgen, aber ich sehe das eben so dass wir kein Wohnmobil sondern ein Wohn-Mobil bauen, also wirklich eine Wohnung auf Rädern. Das ist ein hohes Ziel, aber ich glaube sowas baut man auch nur einmal.
    Irgendwann werden wir auch wieder Düdo fahren, damit haben wir angefangen und daran hängt man bekanntlich auch. Das Teil war einfach toll :)

  7. zurken sagt:

    Ist also ein Lebenswerk, der Bücherbus! Na gut, verstehe ich irgendwo, Priorität liegt beim Wohnen. Ich hatte wohl eher daran gedacht, wie weit man die Lebensgewohnheiten dem geringen Platzangebot anpassen kann und nicht umgekehrt. Also vielleicht wie Diogenes in einer Tonne leben :)