Reparatur des Bremsplattenventils und ein hässlicher Anfahrspiegel

27. Februar 2009

Das Kurzzeitkennzeichen läuft noch bis Montag. Und auch wenn der Tüv-Prüfer zugesichert hat, zur Nachprüfung in der Halle vorbeizuschauen weil er um die Ecke wohnt, wollte ich kein Risiko eingehen und habe heute mit den Reparaturen angefangen. Das ganze hält sich ja zum Glück in Grenzen, ich befürchtete nur dass ich evtl. ein neues Bremsventil kaufen muss. Da dieses von der Stadt Trier aber schon in 2006 erneuert wurde, konnte ich mir nicht vorstellen, dass es schon wieder hin ist. Und einen Anfahrspiegel hatte ich noch liegen, also ans Werk!

Vorab: Sollte jemand ebenfalls das Problem haben, dass das Bremsventil den Vorratsruck des hinteren Kreises verliert, bitte erst diesen Bericht zu Ende lesen, es geht viel einfacher.

Relativ unwissend was mich erwartet habe ich also das Ventil ausgebaut, dazu vorher alle Leitungen abgeschraubt und die Stange vom Bremspedal ausgehängt. Das ganze hat sich etwas hingezogen weil ich nichts falsch machen wollte, nach etwas über einer Stunde war es aber draussen und ich konnte zur weiteren Demontage auf die Werkbank umziehen.

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So sieht das aus, rechts der Splint der Bremsstange, unten der Zylinder ist der Übeltäter, hier kommt die Luft raus. Aus der Gummilippe wird die Bremsluft beim Loslassen des Bremspedals abgeblasen. Nur der hintere Bremskreis verliert die Luft, das ist hier der untere Teil mit dem Zylinder. Die sichtbaren 4 Schrauben werde ich als erstes lösen und hoffen dass mir keine Federn entgegen springen.

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Die andere Seite

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Das Typenschild, damit konnte ich bei Wabco online nicht wirklich was finden

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Das unterste Teil abgenommen, auf der Feder war nur wenig Spannung. Gut sichtbar ist schon, dass das ganze Innenleben nicht so wirklich sauber ist.

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Das Gegenstück am Ventil, hier kann man es noch besser sehen, total verdreckt.

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Was in meiner Werkzeugsammlung fehlt sind gescheite Sprengringzangen, ich konnte mir nebenan beim Busunternehmen eine passende Ausleihen. Der nun offene liegende Zylinder ist nach meiner Meinung nach der Übeltäter, woanders kann die Luft nicht entweichen. Das sind allerdings einige Einzelteile, die durch Fett zusammenkleben, die sollte man gewissenhaft abnehmen und aufreihen, sonst passt hinterher die Reihenfolge nicht.

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Alle Einzelteile gereinigt und sparsam eingefettet, das Gegenstück nicht vergessen!

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Hier ist der Zylinder wieder angebaut und das Unterteil des Ventils wieder aufgeschraubt, natürlich habe ich auch das vorher ordentlich gereinigt.

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Das Ventil wieder an Ort und Stelle, nun noch die Leitungen dran. Hier habe ich sowohl die Leitungsenden als auch die Innenseiten der Anschlüsse vorsichtig mit feinem Schmirgelpapier von Korrosion befreit, und das hat sich gelohnt, denn das Ventil und alle Anschlüsse waren auf Anhieb dicht! Der gesamte Vorratsdruck bleibt wo er hingehört, von einem Tag auf den anderen verliert der Bus 1-2 Bar, das ist echt in Ordnung, meine ich.

So, der Rest war ein Klacks. Zur HU sollte ich noch einen Anfahrspiegel montieren. Die Dinger sind echt sinnvoll, sehen aber häßlich am Auto aus. Vor allem das Exemplar, welches ich noch liegen habe passt nicht wirklich an den Bus. Egal, ich baue es mal provisorisch an und lasse mir später eine ordentliche Lösung einfallen. Die Spiegelarme sind sowieso korrodiert, und der rechte ist sogar krumm, das mache ich noch ordentlich.

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Vor der Scheibe der Anfahrspiegel, man sieht wirklich alles vor dem Bus, der Spiegel hat echt seine Daseinsberechtigung.

Das war’s für heute, die Nachuntersuchung kann kommen, und damit das ersehnte H!

2 Antworten zu “Reparatur des Bremsplattenventils und ein hässlicher Anfahrspiegel”

  1. Björn sagt:

    Hallo,

    herzlichen Glückwunsch nochmal zum Bus! Ich als absoluter Fan des O307 kann das natürlich nur gutheißen, daß so ein schönes, Teil erhalten bleibt, auch wenn’s kein “echter” Bus ist. Jedenfalls optisch.

    Zu Deiner Reparatur: Du hast ja sicher kein normales Fett genommen, oder? Fett und Gummi vertragen sich nämlich nicht (das Gummi kann aufquellen), daher nimmt man für solche Fälle “ATE-Paste” oder, ohne Werbung, Bremszylinderpaste. Das ist quasi fettfreies Fett :-)

  2. Björn sagt:

    Additionally….. für den Anfahrspiegel (der korrekterweise “Frontspiegel Klasse VI” bzw. “Anfahrspiegel Klasse V” (der sogenannte Rampenspiegel am Beifahrerfenster) gibt es keine Nachrüstpflicht für Fahrzeuge, die vor dem 1.1.2000 zugelassen wurden. Für Wohnmobile schonmal gar nicht. Der Frontspiegel ist darüber hinaus nur für Neufahrzeuge vorgeschrieben.
    Guck mal hier: http://www.lfs-sh.de/Content/Ausbildung/Fahrzeugspiegel.php